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Deutsche Stiftung Denkmalschutz protestiert gegen Windräder an der Loreley

Die Stiftung erhebt Widerspruch gegen die Pläne der Verbandsgemeinde Loreley und appelliert an die Landesregierung von Rheinland-Pfalz, die Pläne nicht zu genehmigen.

“Die Pläne der Verbandsgemeinde Loreley sind ein empfindlicher Eingriff in das Welterbegebiet. Windkraftanlagen in den Kern- und Pufferzonen zwischen Koblenz und Bingen ignorieren alle landschafts- und denkmalschützenden Gesetze”, so Dr. Wolfgang Illert, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Er weist angesichts der Auftstellung des Flächennutzungsplanes an der Loreley unmissverständlich darauf hin, dass die Welterbestätte Oberes Mittelrheintal als Kulturlandschaft und als wichtige Attraktion für den Fremdenverkehr erheblich beeinträchtigt wäre, sollten die Pläne umgesetzt werden.

Die Pläne der Verbandsgemeinde Loreley sehen vor, im Flächennutzungsplan Sonderflächen für die Nutzung der Windenergie (Windräder) auszuweisen. Dagegen hat sich ein Bündnis von Winzern, Gastronomen und Gewerbetreibenden gebildet und Denkmalschutzorganisationen wie die Deutsche Burgenvereinigung, Europa Nostra Deutschland und der Rheinische Verein für Denkmalschutz haben sich ebenso vehement gegen das Vorhaben gewandt. Sie alle befürchten, dass Windräder das Landschaftsbild am Mittelrhein zerstören werden.

Die aktuellen Planungen der Verbandsgemeinde Loreley sind umso unverständlicher, da die Windkraftanlagen in der Kern- und Pufferzone des Welterbegebietes nur mit Zustimmung der UNESCO errichtet werden könnten. “Der Welterbestatus könnte gefährdet sein”, so Illert.

(12.8.2015 | Quelle: Deutsche Stiftung Denkmalschutz)

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