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Deutschland bleibt bei Innovationen gut aufgestellt

Im Vergleich von 35 Industrienationen festigt Deutschland Platz 6. Aber der Abstand zu den führenden Nationen Schweiz und Singapur bleibt deutlich. Dies geht aus dem neuen Innovationsindikator hervor, den die Deutsche Telekom Stiftung und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) herausgegeben haben.

Die Studie beleuchtet die für Innovationsfähigkeit wichtigen Felder Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Staat und Gesellschaft. Schwerpunkt der aktuellen Untersuchung ist ein Vergleich der drei großen Wirtschaftsräume Nordamerika, Asien und Europa. Hier konnte Europa sich langsam, aber kontinuierlich verbessern. Zwölf der 20 innovationsstärksten Länder der Welt kommen aus Europa. Der Abstand zu den unmittelbar vor Deutschland liegenden Ländern Schweden, Belgien und Finnland ist dabei relativ gering.

Die deutsche Wirtschaft fällt im Vergleich zum Vorjahr vom dritten auf den fünften Rang zurück. Dennoch hat sie eine starke internationale Stellung, die wesentlich auf ihrer Innovationskraft beruht. Im Bildungsbereich verbesserte sich der Indikatorwert Deutschlands im zweiten Jahr in Folge. Dies lag primär an besseren PISA-Ergebnissen, einer weiteren Internationalisierung der Hochschulausbildung und mehr Promovierten in natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächern.

Gleichwohl bleibt die Bildung mit einem elften Rang und nur 48 Punkten der Schwachpunkt Deutschlands im Innovationsindikator. “Gut, dass wir uns in diesem so entscheidenden Bereich verbessern. Doch auch eine Verbesserung von Rang 15 auf Rang 11 kann den Ansprüchen Deutschlands nicht genügen”, so Dr. Klaus Kinkel, Vorsitzender der Telekom-Stiftung. “Die unterschiedlichen bildungspolitischen Ansätze der einzelnen Länder sind ein ebenso gewaltiger Hemmschuh für ein besseres Bildungssystem wie das Kooperationsverbot, das lieber heute als morgen gänzlich abgeschafft werden muss.”

Im Fokus der diesjährigen Ausgabe des Innovationsindikators steht ein Vergleich der drei großen Wirtschaftsräume Nordamerika, Europa und Asien. Demnach hat Europa seit dem Jahr 2000 seine Innovationsleistung langsam, aber stetig verbessert und ist 2010 sogar an Nordamerika vorbeigezogen. Im Bereich Wissenschaft liegt Europa schon seit 2005 vor Nordamerika. Mit Blick auf internationale Leuchttürme wie Harvard, Stanford und das MIT sind die USA im Bereich wissenschaftlicher Forschungsexzellenz indes noch immer unangefochten führend. Die asiatischen Länder dagegen erreichen lediglich im Bereich Wirtschaft eine annähernd so gute Leistung wie Europa und Nordamerika.

(29.10.2014 | Quelle: BDI)

Studie als PDF-Download

Website zum Innovationsindikator

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