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Die Gerüste sind gefallen
Nach mehrjähriger Bauzeit konnte die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) jetzt die Sanierung der Außenfassaden des Marmorpalais beenden und die letzten Baugerüste abbauen. Damit ist die Sommerresidenz Friedrich Wilhelms II. am Ufer des Heiligen Sees wieder in ihrer ganzen Schönheit als Wahrzeichen im Neuen Garten zu sehen. Als Masterplanprojekt der SPSG werden Teile der Sanierung aus Mitteln der Sonderinvestitionen des Bundes und der Länder Brandenburg und Berlin für die SPSG finanziert. Bereits 2006 hatte die SPSG nach abgeschlossener Restaurierung im Inneren das komplette Haus als Museumsschloss wieder eröffnet.

Foto: SPSG
Der Hauptbau des Schlosses wurde 1787 bis 1793 als Sommersitz Friedrich Wilhelms II. nach Plänen des Baumeisters Carl von Gontard errichtet. Die Innenräume nach Entwürfen von Carl Gotthard Langhans gehören zu den kostbarsten erhaltenen Beispielen des Berliner Frühklassizismus. Die Seitenflügel wurden 1797 angebaut. Sie erhielten jedoch erst 1843 bis 1848 unter der Leitung von Ludwig Ferdinand Hesse ihre Raumdekorationen. Weitere Höhepunkte der Ausstattung sind neben Porträts der Wilhelmine Enke vor allem zwei in diesem Jahr neu hinzu gekommene Wedgwood-Vasen, die im Landschaftszimmer zu bewundern sind. Beeindruckend für die Besucher ist auch der jetzt wieder ohne störende Gerüste freie Blick aus dem Grottensaal auf das Wasser des Heiligen Sees. (24/09/09; Quelle: SPSG)



