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Dritter Jahrgang des Mercator Kollegs startet
20 neue Stipendiaten aus Deutschland starten in diesen Tagen im Mercator Kolleg für internationale Aufgaben. Unter ihnen sind herausragende Hochschulabsolventen aus dem gesamten Bundesgebiet. Sie werden im Herbst mit der Arbeit in internationalen Organisationen beginnen. Ziel des Mercator Kollegs ist die Nachwuchsförderung und Qualifizierung deutschsprachigen Personals für Führungspositionen in internationalen Organisationen und Nichtregierungsorganisationen.

Der dritte Jahrgang des Mercator Kollegs / Foto: Stiftung Mercator
„Mit dem Mercator Kolleg qualifiziert die Stiftung Mercator junge „Globalisten“ von morgen für die großen internationalen Herausforderungen unserer Zeit“, so Dr. Bernhard Lorentz, Geschäftsführer der Stiftung Mercator. „Der arabische Frühling, die Katastrophe von Fukushima und die gegenwärtige Euro-Krise konfrontieren uns verschärft mit den globalen Risiken und Problemen des 21. Jahrhunderts, für die wir frische Ideen, engagiertes und kompetentes Personal, aber auch neue Formen der internationalen Zukunftsgestaltung brauchen. Hier setzt das Mercator Kolleg an“, so Lorentz weiter. Die Stiftung Mercator fördert das Mercator Kolleg in einem Zeitraum von fünf Jahren mit 5,7 Millionen Euro.
„Die Studienstiftung freut sich, mit dem Mercator Kolleg einen Personalbeitrag für weltweit zu lösende Probleme zu leisten“, sagt Dr. Gerhard Teufel, Generalsekretär der Studienstiftung des deutschen Volkes. „Unsere Stipendiaten im dritten Jahrgang widmen sich so aktuellen und wichtigen Themen wie dem demokratischen Wandel im Nahen Osten, der Waffenkontrolle im Südsudan oder der Schaffung eines gemeinsamen EU-Konzepts für Flüchtlinge von Nordafrika nach Europa. Für den nun anstehenden Einsatz in internationalen Organisationen wünschen wir unseren Stipendiaten viel Erfolg mit ihren Projekten.“
Während eines 13-monatigen Programms arbeiten die Kollegiaten in zwei bis drei internationalen Organisationen sowie global tätigen NGOs, Non-Profit Organisationen oder Wirtschaftsunternehmen. Eine von den Kollegiaten selbst entworfene praktische Fragestellung bestimmt als Projektvorhaben die Wahl der Arbeitsstationen. Begleitend finden Summer und Winter Schools zur Entwicklung von Führungs- und Schlüsselkompetenzen statt, darunter Rhetorik-, Kommunikations- und Verhandlungstrainings. Das Stipendium für die 13 Monate umfasst rund 17.000,- Euro sowie die Übernahme aller Reisekosten für Auslandsstage weltweit. Darüber hinaus stehen weitere Fördermittel für Konferenzen und Sprachkurse zur Verfügung.
Der zweite Jahrgang des Mercator Kollegs endet im September 2011 und zeigt bereits heute erste Erfolge. So liegen gut der Hälfte der Kollegiaten bereits vor Ablauf ihres Jahrgangs Anschlussverträge vor, darunter von UNDP in Ost-Timor, einer NGO in Laos sowie dem Bundesumweltministerium und dem Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Ab September werden die Kollegiaten auch auf einem neu eingerichteten Blog auf der Alumni-Homepage „Netzwerk für internationale Aufgaben“ unter www.nefia.org einmal wöchentlich aus aller Welt – zum Beispiel aus dem Südsudan – bloggen. (21/07/11; Quelle: Stiftung Mercator)



