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Einstein Stiftung Berlin fördert Märkte, Musik und Medizin

Die Stiftung fördert künftig sechs weitere Projekte aus Berlin als Einstein-Forschungsvorhaben. Die Inhalte reichen von der Entwicklung elektronischer Musikinstrumente bis zur Therapie von Schlaganfällen. Damit steigt die Zahl der Förderprojekte im Programm "Einstein-Forschungsvorhaben" auf 36.

Das Programm richtet sich an exzellente Berliner Wissenschaftler, die etwas wagen: Damit unterstützt die Stiftung über maximal drei Jahre risikoreiche, institutionsübergreifende Projekte aus allen Fachbereichen. Die neuen Einstein-Forschungsvorhaben stammen aus den Lebenswissenschaften, der Judaistik, der Wirtschaftsmathematik, der Audiokommunikation und der Medizingeschichte.

Stefan Weinzierl, Professor für Audiokommunikation an der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) und Alberto de Campo, Professor für Generative Kunst an der Universität der Künste Berlin, wollen in ihrem Einstein-Forschungsvorhaben neue elektronische Musikinstrumente entwickeln. In Kooperation mit Komponisten und Interpreten werden sie deren Instrumente untersuchen, um herauszufinden, wovon der Erfolg von Musikinstrumenten abhängt.

Eine abstraktere Art der Marktforschung betreiben Peter Bank von der TU Berlin und Peter Imkeller von der Humboldt-Universität zu Berlin (HU Berlin). Die beiden angesehenen Finanzmathematiker werden in ihrem Einstein-Forschungsvorhaben “Game options and markets with frictions” Verträge untersuchen, die vom Käufer und vom Verkäufer bis zu einem bestimmten Zeitpunkt jederzeit auflösbar sind und damit die Risiken bei Transaktionen senken. Dabei kooperieren sie mit Yuri Kifer, auf den dieses Vertragskonzept zurückgeht, und Yan Dolinksy von der Hebrew University of Jerusalem.

Zwei weitere Einstein-Forschungsvorhaben sind historisch orientiert: Die Judaistin Tal Ilan von der Freien Universität Berlin (FU Berlin) stellt mit Unterstützung der Einstein Stiftung eine neue Sammlung von über 150 Texten aus dem antiken Ägypten zusammen, die von der Bedeutung des Judentums in dieser Weltregion zeugen. Thomas Schnalke, Direktor des medizinhistorischen Museums der Charité, erforscht die Geschichte des Berliner Theatrum Anatomicum. Er will herausfinden, welche Bedeutung das 1713 eingerichtete Anatomische Theater für die Entwicklung der Medizin im 18. Jahrhundert hatte.

Die beiden Einstein-Forschungsvorhaben aus den Lebenswissenschaften sind in der Neurochirurgie und der molekularen Biophysik angesiedelt. Der Direktor der Neurochirurgischen Klinik der Charité-Universitätsmedizin Berlin, Peter Vajkoczy, untersucht mit zwei verschiedenen experimentellen Methoden, wie das Gehirn nach einem Schlaganfall neue Blutgefäße herausbildet. Andreas Herrmann (HU Berlin) und Markus Wahl (FU Berlin) koordinieren gemeinsam mit Alexander Löwer vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin eine interdisziplinär arbeitende Gruppe von Wissenschaftlern, die sich mit der Ribonukleinsäure beschäftigt. Mit neuester Technologie wollen sie herausfinden, wie die für die Weitergabe genetischer Information zuständigen Moleküle mit den Regulierungsnetzwerken von Zellen interagieren.

(1.7.2013 | Quelle: Einstein Stiftung Berlin)

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