Akteure & Konzepte

Projekte & Programme

Erfolgsmodell Berufliche Bildung in Gefahr?

Die Deutschen sind geteilter Meinung, zu welchem Bildungsweg sie einem Schulabgänger raten würden: 45 Prozent plädieren für eine Berufsausbildung, fast ebenso viele für ein Studium (44 Prozent). Das ergab eine Forsa-Umfrage der Körber-Stiftung im Auftrag des Nationalen MINT Forums.

Doch während die Zahl der Studienanfänger steigt, fehlt der Nachwuchs bei den Auszubildenden. Auf der Vorstellung des Frühjahrsreports 2015 des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln betonte Thomas Sattelberger, Vorstandsvorsitzender der Initiative MINT Zukunft schaffen und einer der beiden Sprecher des Nationalen MINT Forums, dass ohne Gegenmaßnahmen bis Ende des Jahrzehnts in MINT-Berufen rund 1,3 Millionen beruflich ausgebildete Fachkräfte fehlen werden. Schon heute sind Bereiche wie Mechatronik, Hörgeräteakustik oder Bauelektrik betroffen.

Generell genießen MINT-Berufe laut Umfrage ein hohes Ansehen. Ihre Bedeutung für die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands ist unumstritten (94 Prozent Zustimmung), sie gelten als inhaltlich anspruchsvoll sowie innovativ und kreativ (89 bzw. 82 Prozent). Erst der Blick auf einzelne Entscheidungskriterien für den Bildungsweg zeigt Ursachen für die Nachwuchsprobleme der Ausbildungsbetriebe: Trotz des grundsätzlich positiven Images einer Ausbildung sieht die Mehrheit der Deutschen ein Studium als erfolgversprechendere Wahl für gesellschaftliches Ansehen (82 Prozent Zustimmung), Karrierechancen (80 Prozent) und bessere Verdienstmöglichkeiten (70 Prozent).

(4.6.2015 | Quelle: Nationales MINT Forum)

Zur Übersicht "Akteure & Konzepte // Projekte & Programme"