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Erinnerungsstätte Marienfelde jetzt Teil der Mauer-Stiftung

Die Stiftung Berliner Mauer hat am 1. Januar 2009 offiziell ihre Arbeit aufgenommen. In der lan­des­eigenen Stiftung ist die Erinnerungsstätte "Notaufnahmelager Marienfelde" mit der Gedenkstätte Berliner Mauer zusammengeführt worden. Das Notaufnahmelager Marienfelde, in dem Hunderttausende Flüchtlinge ihren Weg in den Westen starteten, ist geschlossen worden. Es wird nicht mehr benötigt.

„Nun beginnt für die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde ein neues Kapitel. Im Ok­to­ber 1993 initiierten ehemalige Flüchtlinge, Mitarbeiter des Notaufnahmelagers sowie interessierte Wis­­sen­schaftler die Gedenkstätte. Wir danken allen Vereinsmitgliedern für ihr großes En­ga­ge­ment. Sie ermöglichten bereits 1993 eine erste Ausstellung über die deutsch-deutsche Fluchtbe­we­gung am historischen Ort. Die heutige umfassende Dauerausstellung wurde dann am 14. April 2005 eingeweiht. Seitdem haben weit über 25.000 Besucher das Museum besucht. Ein Erfolg, den wir in die Stiftung Berliner Mauer mit einbringen. Wir freuen uns, dass die Existenz der Ge­denk­­stätte durch die Stiftung weiterhin gesichert ist“, kommentiert Dr. Helge Heidemeyer, Vor­stand des neuen Fördervereins, der sich mit dem Eingang der Gedenkstätte in die Stiftung gegrün­det hat, die neue Situation.

Dr. Helge Heidemeyer wird die Erinnerungsstätte Notaufnah­melager Marienfelde auch im Stiftungsrat vertreten, der sich bereits im vergangenen November etabliert hat.

„Schon jetzt bestehen enge Kooperationen mit der Gedenkstätte Berliner Mauer. So bieten wir zum Beispiel gemeinsame Projekttage für Schulklassen und Jugendliche an, in denen sie sich an bei­den Gedenkorten mit der deutsch-deutschen Geschichte auseinandersetzen. Die Erinnerung an die zahlreichen Opfer und die Flüchtlinge, die sich den Repressionen der DDR-Regierung wider­setzten, wach zu halten, eint die Mitarbeiter beider Gedenkstätten. Wir freuen uns, dass mit Dr. Axel Klausmeier ein kompetenter Experte die neue Stiftung leitet, der die Arbeit der Erinne­rungs­stätte Notaufnahmelager Marienfelde zu schätzen weiß. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, Geschichte am authentischen Ort zu vermitteln. Im nächsten Jahr werden wir auch die jüngere Ge­schichte des ehemaligen Notaufnahmelagers, der späteren Aufnahmestelle des Landes Berlin für Aussiedler, in den Blick nehmen. Von 1964 bis Ende 2008 wurden hier über 95.000 Aussiedler auf­genommen. Ihnen werden wir eine unserer nächsten Sonderausstellungen widmen,“ äußert sich Bettina Effner, Leiterin der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, über die nähere Zu­kunft der Gedenkstätte. (05/01/09)

Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

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