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Fähigkeiten frühzeitig erkennen

Das Unternehmen Boehringer Ingelheim und die Raule-Stiftung unterstützen frühkindliche Begabungen. Das gemeinsame Projekt mit der Stadt Ingelheim wurde jetzt verlängert. Zwei bis drei Prozent aller Kinder sind hochbegabt; zehn Prozent aller Kinder gelten als begabt. Damit der schlaue Nachwuchs seine besonderen Fähigkeiten entfalten kann, fördert ein Netzwerk aus regionaler Politik, Wirtschaft und einer privaten Stiftung ihre frühzeitige fachliche Unterstützung schon im Vorschulalter.

Seit Januar setzen in Ingelheim insgesamt sieben Kindertagesstätten in einer Fortbildungsreihe erworbenes Fachwissen zur Förderung begabter Kindern in die Praxis um. Unterstützt wird die Stiftung “Kleine Füchse” von der Stadt Ingelheim und dem forschenden Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim.

Ziel der Wiesbadener Raule-Stiftung ist die Förderung hochbegabter Kinder bereits in Kindertagesstätten: Erzieherinnen lernen in speziellen Fortbildungen, wie Kinder mit Entwicklungsvorsprüngen erkannt und integrativ gefördert werden können. Jetzt haben sich alle Partner entschieden, das Projekt um ein weiteres Jahr zu verlängern, um die Kontinuität der Förderziele zu sichern.

“Mit Freude und großem Interesse sind die Ingelheimer Kindertagesstätten Kooperationspartner im Projekt der Stiftung `Kleine Füchse”, sagt Bürgermeister Ralf Claus. “Um Kinder mit besonderen Begabungen zu erkennen und zu begleiten, braucht es gut ausgebildete Fachkräfte, die sowohl das einzelne Kind als auch die Gruppe im Blick haben. Mit der Raule-Stiftung haben wir einen kompetenten Partner an der Seite, um die Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätten weiterzuqualifizieren.”

Im Jahr 2008 nahmen Erzieherinnen der Kindertagesstätten “An der Saalmühle” und “Im Bienengarten” sowie des Kindergemeinschaftshauses Süd erstmals an einem solchen Schulungsprogramm teil. Für die Schulung zeichnet der “Wissenschaftliche Beirat” der Stiftung verantwortlich. Geleitet wird sie von der Diplom-Psychologin der Begabungspsychologischen Beratungsstelle, Kristina Blatt.

“Boehringer Ingelheim hat sich aufgrund der sehr positiven Rückmeldungen der Teilnehmer dazu entschieden, dieses besondere Schulungs- und Beratungsprogramm für ein weiteres Jahr zu unterstützen”, erklärte Stefan Hüppe, Leiter der Aus- und Weiterbildung der Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG, das Engagement des Unternehmens.

An einer zweiten Fortbildungsreihe nehmen weitere sieben Erzieherinnen aus fünf Ingelheimer Kindertagesstätten teil, darunter auch die konfessionellen Einrichtungen: Evangelischer Kurpfalzkindergarten, Kindergarten “An der Burgkirche”, Mehrgenerationenhaus West, Katholischer Kindergarten St. Paulus und das Kindergemeinschaftshaus Süd. Neben der Schulung beinhaltet das Modellkonzept der Stiftung ein “Pädagogisches Forum”, das die teilnehmenden Kindertagesstätten zum Informationsaustausch vernetzt.

Die Raule-Stiftung begleitete mit ihrem Modell der Begabtenförderung ursprünglich sechs Kindertagesstätten in Wiesbaden und im Rhein-Main-Gebiet. Zudem wurde in Wiesbaden 2006 eine Begabungspsychologische Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Erzieher eingerichtet.

Der Wissenschaftliche Beirat der Stiftung gestaltet und zertifiziert regelmäßige Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte. Mit dieser Förderinitiative soll eine breite Öffentlichkeit erreicht werden, um die Qualität der Förderung für möglichst viele Kinder aus allen sozialen Schichten zu sichern. Im Rahmen einer überregionalen Kooperation wurde das Förderkonzept im Jahr 2008 auch auf Ingelheim übertragen. (15/06/09)

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