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Forscher untersuchen Demokratiebewegung in Nordafrika und im arabischen Raum
VolkswagenStiftung unterstützt wissenschaftliche Projekte zu den Demokratisierungsprozessen in Nordafrika und auf der arabischen Halbinsel
Die westliche Welt zeigt sich überrascht von den Umbrüchen im nordafrikanischen und arabischen Raum. Ob Nahost-Experten weltweit, in der Region ansässige internationale Unternehmen oder auch die globalen Medien: Niemand hatte für möglich gehalten, dass in kurzer Zeit solche zivilgesellschaftlichen Prozesse in Nordafrika und auf der arabischen Halbinsel mit ihrer Forderung nach mehr Demokratie und Freiheit derart dynamisch an Fahrt gewinnen könnten.
Die VolkswagenStiftung hat schnell reagiert und Mitte 2011 eine die Situation aufgreifende Ausschreibung auf den Weg gebracht. Nun unterstützt sie fünf Forschungsvorhaben mit insgesamt rund 1,1 Mio.
Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung: “In Nordafrika und im arabischen Raum wird derzeit Demokratie-Geschichte geschrieben. Selten bietet sich für Wissenschaftler die Gelegenheit, solche Entwicklungen begleitend zu erforschen. Als Stiftung, die sich als Impulsgeberin für die Wissenschaft versteht, wollten wir diese einmalige Chance nicht verstreichen lassen und freuen uns, jetzt fünf Projekte zu fördern, die in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus Nordafrika und dem arabischen Raum durchgeführt werden.”
Im Einzelnen interessieren sich die Forscher für die Rolle der Armeen und bewaffneten Kräfte in den Staaten der Region, nehmen explizit die Revolution im Jemen in Augenschein und schauen auf das zivilgesellschaftliche Engagement der arabischen Jugend. Ein viertes Projekt untersucht die Machtteilung in den multiethnischen Gesellschaften des Nahen Ostens, insbesondere in Bahrain und Syrien verglichen mit dem Irak und dem Libanon, während ein fünftes Vorhaben den Grad der akademischen Freiheit an verschiedenen sozial- und geisteswissenschaftlichen Fakultäten an Universitäten in Ägypten und im Libanon in den Fokus nimmt. Angesiedelt sind die Projekte an den Universitäten in Bonn, Tübingen und Bochum sowie am GIGA Institut für Nahost-Studien in Hamburg und am Bonn International Center for Conversion. (19/01/12; Quelle: VolkswagenStiftung)



