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Friedrich der Große als Freund auf Facebook
tudenten der HPI School of Design Thinking des Hasso-Plattner-Instituts haben zusammen mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) innovative Konzepte entwickelt, wie man das Neue Palais in Potsdam als Denkmal und Ausstellungsfläche auch für jugendliche Besucher attraktiv gestalten könnte. Die jungen Leute sollen, so zwei Konzeptideen, über soziale Netzwerke ein „Freund“ von Friedrich dem Großen werden und den König wie auch seine Frau auf Rockkonzerten und öffentlichen Veranstaltungen kennenlernen können.

Entwickelten ein innovatives Konzept, um den alten Fritz jungen Leuten nahezubringen: Studenten der HPI School of Design Thinking / HPI/K. Herschelmann
Elf Studenten der HPI School of Design Thinking hatten in zwei multidisziplinären Teams bei einem sechswöchigen Projekt herausgefunden, dass die meisten Jugendlichen wenig bis nichts über Friedrich den Großen wissen. „Mache erinnern sich, dass er mit seinen Hunden begraben wurde, manche denken bei seinem Namen “Fritz” aber eher an einen bekannten DJ aus Berlin“, so die Studenten. Nach ihren Eindrücken sind die Jugendlichen allerdings an spannenden Dingen interessiert, die man anfassen und erleben kann und daran, die Erfahrungen mit Freunden zu teilen.
Die Design Thinker der HPI-Innovationsschule schlugen vor, die Jugendlichen zunächst einmal durch eine provozierende Kampagne auf die Ausstellung Friederisiko aufmerksam zu machen. Persönlichen Kontakt mit der Figur des Königs sollen die jungen Leute laut Konzept auf größeren Events in Berlin und Brandenburg aufnehmen und über soziale Netzwerke erfahren können. Das Neue Palais selbst wird für die Heranwachsenden erlebbar, da sie mittels Smartphones versteckte Elemente, die im Zusammenhang mit Fritz und seinem Leben stehen, im Schloss suchen und aktivieren müssen. Spielerisch soll dadurch eine Erlebniswelt geschaffen werden, die nicht nur für Jugendliche attraktiv ist.
Hintergrund zur HPI School of Design Thinking
Die HPI School of Design Thinking des Hasso-Plattner-Instituts ist Europas erste Innovationsschule für Studenten. Das ein- oder optional zweisemestrige Zusatzstudium in Potsdam-Babelsberg richtet sich an Studierende, die sich in der letzten Phase ihres Diplom-, Master- oder Promotions-Studiums befinden oder kürzlich ihr Bachelor-Studium beendet haben. Pro Semester werden höchstens 80 neue Studierende angenommen und in der nutzerzentrierten Innovationsmethode Design Thinking ausgebildet. Die Ausbildung erfordert zwei Präsenztage in Potsdam pro Woche. Der erfolgreiche Abschluss wird den kreativen Querdenkern mit einem Zertifikat bescheinigt. Dieses in Europa einzigartige Zusatzstudium wurde nach dem Modell der bekannten „d.school“, des Hasso Plattner Institute of Design an der US-Eliteuniversität Stanford im Silicon Valley, entwickelt. Das amerikanische Schwesterinstitut und das Potsdamer HPI arbeiten auf verschiedenen Ebenen im Innovationsbereich zusammen, auch in der Forschung. Revolutionär an der neuen akademischen Zusatzausbildung ist, dass sowohl die fünf bis sechs Studenten pro Lerngruppe als auch ihre Professoren und Dozenten jeweils aus ganz unterschiedlichen Disziplinen kommen. Den Design Thinking-Studenten stehen als Lehrende im kommenden Wintersemester 35 erfahrene Professoren, Doktoren und Assistenten aus verschiedenen Fachbereichen zur Seite. Das Kernteam der D-School selbst besteht aus 14 Mitarbeitern. (09/07/11; Quelle: Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik)



