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Gemeinsam auf Erfolgskurs

Das Ergebnis der zweiten Ausschreibungsrunde steht fest: Mit über zwei Millionen € fördert das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR), eine Initiative der Stiftung Mercator und der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), 13 neue Forschungsprojekte an den Universitäten Bochum und Duisburg-Essen sowie an der Technischen Universität Dortmund. Das Ziel von MERCUR ist es, das wissenschaftliche Gesamtpotenzial der Region weiter zu fördern und ihr die Chance zu geben, zu anderen renommierten Wissenschaftsregionen aufzuschließen. MERCUR hat damit insgesamt seit 2010 in allen Förderlinien 38 Projekte mit einem Volumen von rund 4,5 Mio. € bewilligt.

In dieser Ausschreibungsrunde wurden 84 Skizzen eingereicht, 29 Antragssteller wurden zur Abgabe von Vollanträgen eingeladen. Die Bandbreite der Projekte, die vom Wissenschaftlichen Beirat von MERCUR nach den hohen Qualitätsstandards der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgewählt wurden, reicht von naturwissenschaftlichen über biomedizinische bis zu literaturwissenschaftlichen Forschungsvorhaben.

Zu den erfolgreichen Projekten gehören beispielsweise folgende Vorhaben: – eine gemeinsame, interdisziplinär zusammensetzte Forschergruppe der Universitäten Bochum und Duisburg-Essen untersucht, wie Energie unter Nutzung von alten Schachtanlagen gespeichert werden kann (sogenannte Unterflur-Pumpspeicherwerke). Ziel ist es, bei der Umstellung auf regenerative Energien und der damit notwendigen Zwischenspeicherung neue technische Alternativen aufzuzeigen;

- eine Gruppe von Germanisten, Romanisten und Philosophen an den Universitäten Bochum und Duisburg-Essen sowie der TU Dortmund widmet sich der vergleichenden Analyse von Fallgeschichten in der Medizingeschichte, in den Rechts- und Literaturwissenschaften, in der Ethik sowie in der Medienkultur der Gegenwart;

- Wissenschaftler an der TU Dortmund und der Universität Duisburg-Essen beschäftigen sich mit der Entwicklung von dreidimensionalen DNA-Käfigen, die für die Untersuchung von pharmazeutischen Wirkstoffen und deren kontrollierte Freisetzung eingesetzt werden sollen.

„Nur gemeinsam kann man die Hochschullandschaft der Region nachhaltig verändern und fit für die Herausforderungen der Zukunft machen. Die bewilligten Projekte zeigen, dass es in der Universitätsallianz Metropole Ruhr immer mehr zu einer Bündelung von Kräften und Potenzialen kommt. Wir freuen uns, dass wir mit MERCUR dazu beitragen können, einerseits die Kooperation und andererseits die Differenzierung unter den Universitäten weiter zu intensivieren und damit die Wissenschaftsregion Ruhr im nationalen und internationalen Wettbewerb um die besten Ideen und Köpfe schlagkräftiger zu machen,“ so Prof. Dr. Winfried Schulze, Direktor von MERCUR.

„In seinen jüngsten Empfehlungen rät der Wissenschaftsrat den Hochschulen, in Zukunft stärker auf hochschulübergreifende Kooperationen zu setzen, und hebt das Kooperationsmodell der drei Ruhrgebietsuniversitäten Bochum, Duisburg-Essen und Dortmund als zukunftsweisendes Beispiel hervor. Diesen Prozess der Weiterentwicklung wird die Stiftung Mercator auch künftig aktiv begleiten“, so Dr. Bernhard Lorentz, Geschäftsführer der Stiftung Mercator. Die Stiftung stellt MERCUR für einen Zeitraum von fünf Jahren insgesamt 22 Mio. € zur Verfügung.

Die Rektoren der drei Universitäten, Prof. Dr. Elmar Weiler (Ruhr-Universität Bochum), Prof. Dr. Ursula Gather (Technische Universität Dortmund) und Prof. Dr. Ulrich Radtke (Universität Duisburg-Essen), sind sich einig: „Auch das Ergebnis der zweiten Bewilligungsrunde zeigt, dass sich innovative Formen kooperativer Forschung leichter umsetzen lassen, wenn damit neue finanzielle Möglichkeiten verbunden sind und nicht an anderer Stelle dafür eingespart werden muss. MERCUR unterstützt damit den Weg der Universitätsallianz Metropole Ruhr, nach dem Gemeinsamen zu suchen und gleichzeitig die Schwerpunkte der einzelnen Allianz-Universitäten weiter zu entwickeln.“

Das Mercator Research Center Ruhr wurde Anfang März 2010 von der Stiftung Mercator gemeinsam mit der Universitätsallianz Metropole Ruhr gegründet. MERCUR will die strategische Kooperation der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen stärken, die sich 2007 zur UAMR zusammengeschlossen haben. Mit seinem Förderprogramm unterstützt das Center sowohl die Zusammenarbeit als auch den Ausbau verteilter Forschungsschwerpunkte innerhalb der drei Universitäten. Den dort tätigen Wissenschaftlern/innen bietet MERCUR neue Möglichkeiten zur Entwicklung von Forschungsprojekten, die die Attraktivität des Ruhrgebiets als Wissenschaftsstandort nachhaltig erhöhen. Das Center ist das bislang größte Projekt privater Wissenschaftsförderung im Ruhrgebiet. (11/05/11; Quelle: Stiftung Mercator)

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