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Helle Köpfe für Frankfurt
Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main hat im Beisein der hessischen Sozialministerin Silke Lautenschläger 24 Stipendiaten in das Stipendiatenwerk MainCampus aufgenommen. Mit dem Stipendiatenwerk unterstützt die Stiftung junge Menschen mit herausragender wissenschaftlicher oder künstlerischer Begabung und großem Persönlichkeitspotenzial, die in Frankfurt ihre wissenschaftliche Laufbahn bereits vorbereiten oder einschlagen wollen. Die Stiftung will damit langfristig hoch qualifizierte Wissenschaftler als Leistungsträger und als Botschafter für den Ausbildungs- und Wissenschaftsstandort Frankfurt gewinnen.
Als private Einrichtung kann die Stiftung mit ihrem Stipendiatenwerk von Vorgaben staatlicher oder quasi-staatlicher Programme abweichen und eigene Akzente setzen, wie die bewusste Konzentration auf Frankfurter Hochschulen und deren Stärken in Lehre und Forschung. Ein besonderer Schwerpunkt des Stipendiatenwerks liegt auf der Förderung des Nachwuchses in den Naturwissenschaften. Das MainCampus-Stipendiatenwerk ist eine auf Dauer angelegte Einrichtung der Stiftung. Es umfasst Stipendien, eine „MainCampus-Akademie“ für die persönliche und fachliche Betreuung der Stipendiaten sowie ein Alumni-Programm. Der habilitierte Physiko-Chemiker Dr. Wolfgang Eimer leitet das Projekt.
Die ausgewählten Studierenden, Doktoranden oder Wissenschaftler in Erziehungsverantwortung kommen von drei unterschiedlichen Hochschulen: der Goethe-Universität, der Fachhochschule Frankfurt am Main sowie der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Die Stiftung fördert sie in drei unterschiedlichen Programmlinien: „MainCampus academicus“, „MainCampus doctus“ und „MainCampus educator“. Eine Jury aus Professoren der beteiligten Hochschulen hatte die 24 Stipendiaten ausgewählt. Rund zwei Drittel der Teilnehmer sind in Frankfurt am Main und Umgebung geboren. Es nehmen zehn Frauen und 14 Männer an dem Programm teil. Da sich das Stipendiatenwerk mit seinen unterschiedlichen Programmlinien sowohl an junge Studierende als auch z.B. an bereits promovierte Wissenschaftler im Habilitationsverfahren richtet, reicht die Altersspanne der Teilnehmer von 21 bis 39 Jahren. Alle Stipendiaten zeichnen sich neben ihrer hohen fachlichen Qualifikation auch durch ein großes ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement für das Gemeinwohl aus. So bringen sie sich in ihrer Freizeit in diverse gesellschaftliche Projekte und Vereinigungen ein: Sie unterstützen z.B. die Pfadfinder, die Fachschaft ihrer Hochschule, verschiedene Ausschüsse und Studentenvereinigungen oder die Jugendarbeit von Kirchengemeinden. Damit verbinden die Stipendiaten in ihrer Persönlichkeit eine wissenschaftliche und sozialaktive Komponente, die sie im wahrsten Sinne des Wortes als „polytechnisch“ auszeichnen (Kompositum griechischen Ursprungs: ‚viele Fertigkeiten‘).
Die Unterstützung der Stipendiaten geht über den finanziellen Aspekt hinaus. Im kommenden Jahr bietet die Stiftung mit der MainCampus Akademie ein umfassendes Betreuungs- und Qualifizierungsprogramm an. Die MainCampus-Akademie stärkt in gemeinsamen Seminaren die individuelle Handlungskompetenz, unterstützt die Stipendiaten auf ihrem Weg in den Beruf, gibt Anregungen zum interdisziplinären Austausch und bietet Begegnungen mit interessanten Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Kunst und Kultur. In dem Programm sollen die Stipendiaten Erfahrungen und Impulse aus verschiedenen Bereichen gewinnen und für sich in ihrem akademischen und persönlichen Umfeld nutzen. Das Stipendiatenwerk steht in der Tradition der Polytechnischen Gesellschaft e.V., Ideen zur Förderung von Bildung, Wissenschaft und Technologie zu entwickeln und direkt umzusetzen. An das Stipendium schließt sich eine systematische Alumni-Arbeit an. Dort wird die Stiftung den regelmäßigen Austausch und eine dauerhafte und langfristige Verbindung aller Stipendiaten fördern. „Die Alumni sollen ihre Erfahrungen in ein wachsendes Netzwerk einbringen, wovon insbesondere die folgenden Stipendiaten-Generationen profitieren können“, so Projektleiter Dr. Wolfgang Eimer. (17/11/08)



