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Hilfe für den Versteinerten Wald
Das Chemnitzer Museum für Naturkunde kann den Versteinerten Wald von Chemnitz gründlicher als erwartet erforschen. Die Einrichtung erhält für die nächsten drei Jahre 300.000 € von der Volkswagen-Stiftung, wie Direktor Ronny Rößler am Donnerstag in Chemnitz sagte. Damit könnten wissenschaftliche Mitarbeiter und Hilfskräfte für die Aufarbeitung zahlreicher Grabungsfunde eingestellt werden.
Außerdem würden die bis Herbst dieses Jahres geplanten Grabungen nach den 290 Millionen Jahre alten verkieselten Hölzern bis Herbst 2010 fortgesetzt.
Nach Rößlers Angaben wurde bei der ersten wissenschaftlichen Grabung nach dem seit etwa 300 Jahren bekannten Versteinerten Wald bisher die beachtliche Zahl von 296 Stämmen und Verzweigungen gefunden. Darunter seien 38 aufrecht stehende Pflanzen an ihrem Wuchsort gewesen. Dies gebe erste Aufschlüsse, was für ein Wald sich vor Jahrmillionen an der Stelle des heutigen Chemnitz befunden habe. Bei bislang zwei entdeckten Skelettabdrücken handele es sich vermutlich um kleine Saurier.
Ein von der Deutschen Paläontologischen Gesellschaft zum Fossil des Jahres 2010 gewählter Riesenschachtelhalm werde ab 27. Januar 2010 im Museum ausgestellt. Freiwillige Helfer würden derzeit an der Zusammensetzung dieses laut Rößler «größten dreidimensionalen Puzzles der Welt» arbeiten. Der Stamm sei etwa zehn Meter lang und die Krone zwei Meter breit.
Die infolge eines Vulkanausbruchs entstandenen Kieselhölzer in der Chemnitzer Region gelten in ihrer Menge und Qualität als weltweit einmalig. Die Stadt strebt eine Aufnahme des Naturdenkmals in die UNESCO-Welterbeliste an. (18/12/09; Quelle: naturkunde-chemnitz.de)



