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Hopp Stiftung spendet 300.000 €

Die Universitäts-Frauenklinik in Heidelberg erhält einen Ultraschallsimulator, mit dem Ärzte von nun an üben, Schwangere und ihre ungeborenen Babys zu untersuchen und Krankheitsbilder frühzeitig zu erkennen. Die Dietmar Hopp Stiftung unterstützte die Anschaffung und die laufenden Kosten durch Schulungen und wissenschaftliche Begleitung mit einer Spende in Höhe von 300.000 €.

Quelle: Medienzentrum Uniklinik Heidelberg

Bilder einer Ultraschall-Untersuchung sprechen nicht für sich, sondern müssen vom untersuchenden Arzt richtig eingeschätzt und interpretiert werden. Wie sicher der Frauenarzt bei der Pränataldiagnostik aus den zweidimensionalen Schnittbildern, die das Ultraschallgerät liefert, Fehlbildungen und Erkrankungen eines ungeborenen Kindes erkennt, ist eine Frage der Erfahrung und des regelmäßigen Trainings. In der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg und bundesweit trainieren Ärzte an einem speziellen Ultraschallsimulator die Untersuchung von Schwangeren sowie die Umsetzung der Ultraschall-Bilder in eine genaue Diagnose.

Auf Initiative der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg wurde ein Ultraschall-Simulator entwickelt, der aus einer lebensgroßen Puppe und einem Computer mit Zugriff auf eine umfangreiche Datenbank mit Bildern und Befunden aus Gynäkologie, Pränatalmedizin sowie anderen medizinischen Fachbereichen besteht. Der Simulator ist in ein Schulungskonzept mit erfahrenen Tutoren und Übungseinheiten ähnlich einem Lehrbuch eingebunden. Wie im Praxisalltag weiß der Arzt bei der simulierten Untersuchung vorher nicht, welche medizinische Problematik ihn erwartet, und muss sich das richtige Vorgehen selbst erarbeiten. Dabei unterstützt ihn die Software des Systems und führt ihn schrittweise an die richtige Diagnose heran. Gleichzeitig schult er die Handhabung des Schallkopfes, die räumliche Umsetzung und medizinische Auswertung der Bilder. Zudem bietet das System die Möglichkeit, auch den Umgang mit seltenen Krankheitsbildern zu trainieren. Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Simulation einem Training mit realen Patienten praktisch gleichwertig ist und das Wiedererkennen bestimmter Krankheitsbilder, anders als bei konventionellen Ausbildungsmethoden, signifikant steigt. (03/09/10; Quelle: Dietmar Hopp Stiftung)

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