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Interaktive Karten für den Schulunterricht

Erdkundelehrern an westfälischen Schulen steht ein neues Internet-Werkzeug für den Unterricht zur Verfügung: Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) startete sein Geographisches Informationssystem (GIS), mit dem sich in wenigen Schritten digitale Westfalen-Karten erstellen lassen. Die Manfred-Engel-Stiftung aus Bielefeld hat die Anfangsfinanzierung für das Projekt geleistet.

Das WebGIS bietet Nutzern die Möglichkeit, thematische Karten der Region zu erzeugen. So können zum Beispiel Karten entstehen, die zeigen, wie hoch die Geburtenrate in den einzelnen Kreisen Westfalens ist. Die so entstandenen Karten können die Lehrer dann mit anderen Themen wie zum Beispiel der Sterberate in Beziehung setzen. Natürlich ist auch ein Ausdruck der selbst erstellten Karte möglich.

“Lehrer können mithilfe von WebGIS im Sinne der Methodenkompetenz das Medium Karte mit den Schülern gemeinsam entwickeln und dabei auch erkennen, wie mit Kartendarstellungen manipuliert werden kann”, sagte LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch. Die WebGIS-Macher haben großen Wert auf eine einfache Handhabung gelegt: “In nur wenigen Schritten können die Nutzer eigene Karten erstellen”, so Kirsch. Damit sei WebGIS Westfalen deutschlandweit das einzige Angebot seiner Art.


Bild: LWL

Das Projekt, dessen Anfangsfinanzierung auf die Manfred-Engel-Stiftung zurückgeht, ist eine Kooperation der LWL-Kommission mit dem Institut für Geoinformatik der Universität Münster, das den technischen Part übernommen hat. WebGIS ist für den Unterricht in den Fächern Geografie, Politik und Gesellschaftslehre konzipiert. “Die Karten sollen den Schülern die Unterschiede zwischen den 27 Kreisen und kreisfreien Städten Westfalens mit nur wenigen Schritten näherbringen. Das geht mit dem PC, per Beamer oder mit computergestützten Medientafeln. Lediglich ein Internetanschluss ist Voraussetzung”, erklärt Dr. Rudolf Grothues, Geschäftsführer der Geographischen Kommission. Ergänzt wird das Angebot durch didaktische Hinweise für die Lehrer wie zum Beispiel einer Übersicht zu sinnvollen Kartenkombinationen und Fragestellungen.

Gestartet ist das Projekt nun mit dem für den Schulunterricht wichtigen Thema “Demografischer Wandel”, das sich aus insgesamt 18 Merkmalen wie Geburten- oder Sterberate zusammensetzt. Dabei soll es aber nicht bleiben. Langfristig werden weitere gesellschaftliche Themenbereiche in die Anwendung eingebunden sowie die Datengrundlagen laufend aktualisiert.

(18.3.2014 | Quelle: LWL)

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