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Internationales Bildungsprojekt Experimento – Auftakt in Berlin

Die Siemens Stiftung bildet erstmals chilenische Pädagogen im naturwissenschaftlichen Experimentieren fort.

Naturwissenschaftliche Bildung ist weltweit ein Hebel für die Zukunftsfähigkeit und die gesellschaftliche Entwicklung eines Landes. Voraussetzung hierfür ist ein naturwissenschaftlich-technisches Verständnis. Dieses wird über das Prinzip des entdeckenden Lernens geweckt, das die international tätige Siemens Stiftung mit ihrem neuen Projekt Experimento vorantreibt. Experimento legt den Schwerpunkt auf praxisnahe Pädagogenfortbildungen für den Unterricht mittels Experimentierkästen. Eine Einführung in Deutschland ist für Ende 2012 geplant.

Die Siemens Stiftung nutzt ihre Expertise in der MINT-Bildung und entwickelt mit Experimento drei international einsetzbare Experimentierkästen rund um die Themen Energie, Umwelt und Gesundheit. Wie reinige ich verschmutztes Wasser? Woher kommt der Strom? Wie wichtig ist Essen für unseren Körper? Inhaltlich aufeinander aufbauend sowie abgestimmt auf verschiedene Altersstufen, unterstützt Experimento eine kontinuierliche Wissensvermittlung. Grundlage für den Einsatz der Experimentierkästen im Unterricht sind anwendungsorientierte Schulungen für pädagogische Fachkräfte. Sie erlernen Methoden, um Kinder und Jugendliche dazu anzuregen, sich anhand der Experimente selbstständig mit Naturphänomenen und technischen Zusammenhängen zu befassen.

Ulrike Wahl, Geschäftsführender Vorstand der Siemens Stiftung:
„Es ist schwer vorstellbar, Antworten auf globale Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit und Gesundheit ohne Technologie und Innovation zu formulieren. Deshalb ist eine zeitgemäße MINT-Bildung so entscheidend für die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft. Mit Experimento wollen wir Pädagogen Anleitungen und Materialien für einen praxisnahen und ganzheitlichen naturwissenschaftlichen Unterricht an die Hand geben, der Kinder und Jugendliche auffordert, eigenständig und kreativ über Lösungsmöglichkeiten nachzudenken.“

Projektstart in Berlin

Der Startschuss für das internationale Bildungsprojekt Experimento erfolgte diese Woche mit einer Fortbildung für chilenische Pädagogen in Berlin, die dem chilenischen Schulnetzwerk SIP (Sociedad de Instrucción Primaria) angehören. SIP, Red de Colegios ist aufgrund seiner langjährigen Erfahrung im Bereich Bildung in Chile als Experte anerkannt. Die Fortbildung der Siemens Stiftung beinhaltet das Experimentieren mit Kindern der Altersstufen 4-7. Als Multiplikator trägt das Pädagogen-Team das Konzept sowie 30 Experimentier-kästen zurück in sein Land. „Jeder kennt den Forscherdrang der Jüngsten, wenn es um Wasser, Licht oder das Hören geht. Sie möchten am liebsten alles alleine ausprobieren. Experimento der Siemens Stiftung hilft uns, ihre Neugier zuzulassen und spielerisch zu fördern.“, freut sich María José Castro Rojas, Pädagogische Leiterin bei SIP, Red de Colegios.

Die nächsten Stationen der Pädagogenschulungen und Vergabe der Experimentierkästen sind neben weiteren Institutionen in Chile lokale Bildungseinrichtungen in Argentinien sowie deutsche Auslandsschulen und deren regionale Partnerschulen in Afrika. (22/07/11; Quelle: Siemens Stiftung)

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