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Kabinett will heute Stipendienprogramm für Studierende beschließen

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat das geplante Stipendienprogramm für Studierende verteidigt. Im Südwestrundfunk (SWR) wies Schavan am Mittwoch Vorwürfe zurück, dass Studenten aus einkommensschwachen Familien schlechtere Chancen auf ein Stipendium hätten, weil sie öfter neben ihrem Studium Geld verdienen müssten und daher weniger lernen könnten

Diese Studierenden könnten den vollen BAFöG-Satz bekommen, sagte Schavan.

Das Bundeskabinett will am heutigen Mittwoch beschließen, dass künftig bis zu zehn % der leistungsstärksten Studenten unabhängig vom Einkommen der Eltern ein Stipendium von 300 € monatlich erhalten. Gegen die gleichzeitig geplante Erhöhung ihres Büchergeldes von 80 auf 300 € im Monat hatten im Vorfeld der Kabinettsentscheidung mehr als 2000 Stipendiaten der Begabtenförderungswerke protestiert. Sie halten die Erhöhung angesichts der finanziellen Situation vieler anderer Studenten für „unverhältnismäßig“ und „unangemessen“.

Beim Stipendienprogramm gehe es nicht einfach um Elitenförderung, betonte Schavan. Vielmehr gehöre die Möglichkeit eines Stipendiums zu einer modernen Universität. Es gehe darum, eine Stipendienkultur aufzubauen, die attraktiv für Studenten sei. „Das bedeutet, dass besonders Leistungsfähige, auch Eltern-einkommensunabhängig, ein solches Stipendium bekommen können. Etwas, was anderswo selbstverständlich ist.“

Die Zahl der Stipendiaten soll nach dem Willen der Regierung langfristig auf rund 200.000 steigen. Das Kabinett will zugleich das BAFöG für bedürftige Studenten und Schüler erhöhen. Die Förderbeträge sollen um zwei € steigen, die Elternfreibeträge um drei €. Im Schnitt bekommt damit ein Student ab Herbst rund 13 € monatlich mehr. (21/04/10; Quellen: SWR, Der Tagesspiegel, Inforadio)

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