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KfW Stiftung: Ausbildung und Arbeit für geflüchtete Menschen

Rund 190 Startups und (sozial-)unternehmerische Initiativen, die mit innovativen, übertragbaren Ansätzen Flüchtlingen Zugang zu Bildung sowie zu Ausbildungs- und Arbeitsplätzen bieten, haben sich für das Stipendienprogramm "ANKOMMER. Perspektive Deutschland" beworben. Statt geplanten zwölf wurden nun sogar 14 Projekte von einer Expertjury ausgewählt.

Die Spanne reicht von Lösungen für Beschäftigung im Bereich IT, Handwerk, Gastronomie und Kulturwirtschaft bis hin zu spezifischen Formen der Rechtsberatung, Arbeitsvermittlung und des Mentorings. Von Mitte November 2015 an werden die Gründer bis zu acht Monate lang gecoacht. Das Stipendium umfasst Leistungen im Gegenwert von 12.500 €. Dazu gehören Fachberatung, Workshops und ein Co-Working-Arbeitsplatz in den Labs der Social Impact gGmbH in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Leipzig und Duisburg. Am Ende des Stipendiums werden die besten drei Projekte mit einem Startgeld von jeweils 20.000 € prämiert.

Wirksame Initiativen zur Integration von Flüchtlingen entstehen auf lokaler Ebene. “ANKOMMER. Perspektive Deutschland” ist das erste Projekt in Deutschland, das lokalen Initiativen systematisch bundesweite Sichtbarkeit verschafft. Die KfW Stiftung und die Social Impact gGmbH möchten mit ihrem Stipendienprogramm die Infrastruktur für das neue Sozialunternehmertum stärken, das eine wichtige Rolle bei der Lösung der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen mit ökonomischen Mitteln spielt.

Um einen möglichst großen Impact für so viele Geflüchtete wie möglich zu generieren, spielte daher der Vorbild- und Modellcharakter der Projekte bei der Auswahl der Stipendiaten eine entscheidende Rolle. Viele der ins Programm aufgenommenen Projekte werden zwar als relativ kleine Ideen anfangen und sich zunächst an einem Ort etablieren. Künftig sollen sie jedoch bundesweit die ökonomische und soziale Integration vieler Menschen erleichtern. Angestrebt ist eine Win-Win-Situation: Einerseits erhält die deutsche 40 Wirtschaft durch neue, gut vorbereitete und teils sogar fertig ausgebildete Arbeitskräfte eine zusätzliche Chance, dem demografischen Wandel entgegenzuwirken. Auf der anderen Seite können mehr Flüchtlinge selbstbestimmt leben und sind nicht auf staatliche Leistungen angewiesen.

(12.11.2015 | Quelle: KfW Stiftung)

Website zum ANKOMMER-Stipendienprogramm

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