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"Kitas bewegen" macht 3.326 Berliner Kinder fit

Kindertageseinrichtungen im Bezirk Berlin Mitte setzen sich verstärkt für die Gesundheit von Kindern und Erziehern ein. Im Projekt "Kitas bewegen! für die gute gesunde Kita" werden sie von den vier Projektpartnern Bertelsmann Stiftung, AOK Berlin - Die Gesundheitskasse, Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Berlin und dem Bezirk Mitte unterstützt. Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen den Projektpartner in der Kindertageseinrichtung Liebenwalder Straße wird der Start zur Verlängerung dieses Modellprojektes besiegelt.

Foto: Veit Mette/Bertelsmann Stiftung

Die 130 Kinder in der Kita Liebenwalder Straße 45 kennen sich mit gesunder Ernährung aus, denn das gesunde Aufwachsen, vor allem eine gesunde Ernährung, wird in der Kita in Wedding groß geschrieben. Hier können die Kinder bei der Zubereitung der Mahlzeiten z. B. von Nachtischen mithelfen, erhalten eine ausgewogene Mittagsverpflegung und an manchen Tagen duftet es nach frisch gebackenem Brot. Beim Schneiden von Obst und Gemüse lernen sie nicht nur etwas über gesunde Ernährung, sondern erfahren auch physikalische Zusammenhänge, trainieren ihre Feinmotorik und wissen wie was schmeckt. Auch kulturelle Vielfalt lernen die Kinder kennen. Die ganzheitliche Förderung von Bildung und Gesundheit wird in der Kita Liebenwalder Straße durch das Projekt “Kitas bewegen” unterstützt. Neben der Förderung gesunder Ernährung wurden auch mehr Bewegungsmöglichkeiten geschaffen, sowie intensiv in die betriebliche Gesundheitsförderung investiert.

40 Kindertageseinrichtungen in Berlin Mitte mit mehr als 400 pädagogischen Fachkräften, die sich am Projekt “Kita bewegen” beteiligen, arbeiten an diesen Zielen. Dabei werden sie durch die Projektpartner unterstützt. Sie können individuelle Ziele formulieren und an Fort- und Weiterbildungen teilnehmen. Eine Koordinatorin aus dem Jugendamt Mitte steht begleitend als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Jede Kita der 19 beteiligten Träger kann die Angebote nutzen, die sie aufgrund ihrer spezifischen Situation benötigt. Mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages in der Kita Liebenwalderstraße haben die Projektpartner heute den Startschuss zum Ausbau des Projektes “Kitas bewegen” gegeben.

Berlins Bildungs- und Jugendsenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner: “Gesundheitsförderung ist ein sehr wichtiges soziales Ziel, das nicht früh genug ins Auge gefasst werden kann und deshalb ein zentraler Baustein der Qualitätsentwicklung und -sicherung in Kindertages-einrichtungen ist. Unser erklärtes Ziel und deshalb auch Thema im Berliner Bildungs-programm: Gesundheitsförderung sowohl für Kinder als auch für die Mitarbeiter in den Kita-Alltag zu integrieren und sie dadurch zu befähigen, für ihr eigenes Wohlergehen zu sorgen und für gesunde Lebensbedingungen einzutreten. Dies ist aktive Gesundheitsförderung.” Das 2007 begonnene Projekt war so erfolgreich, dass sowohl die Verlängerung als auch die Ausweitung auf weitere Kitas nahtlos möglich wird und der Bezirk Mitte eigens dafür Personal einsetzt.

Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, hebt die langfristig angelegte Zusammenarbeit der Partner hervor. “Akteure aus Bildung, Gesundheit sowie Kinder- und Jugendhilfe steuern das Projekt in gemeinsamer Verantwortung. Durch dieses Engagement werden die Bildungs- und Gesundheitschancen von Kindern erhöht.” Dafür investieren die Partner im Bezirk Berlin Mitte in die Kita-Qualität und das bedeutet “auch ein Investment in Gesundheit”.

Christian Klose, Mitglied der Geschäftsleitung der AOK Berlin – Die Gesundheitskasse, hebt die Bedeutung der Kita für die gesunde Lebensweise der nächsten Generation hervor: “So wichtig uns aber die Gesundheit unserer Kinder auch ist, wir dürfen dabei nicht diejenigen vergessen, in deren Hände wir diese Aufgabe legen. Die Arbeitsbedingungen der Erzieherinnen und Erzieher haben nicht nur direkte Auswirkungen auf deren Gesundheit, sondern beeinflussen auch indirekt die der Kinder. Deshalb hat eine gute gesunde Kita neben den Kindern immer die Gesundheit ihrer Mitarbeiter im Blickfeld.”

Jugendstadtrat Rainer-Maria Fritsch verweist auf das in Berlin Mitte verabschiedete Strukturmodell für einen gesunden Bezirk. Dort wird das Ziel verfolgt, die kommunale Gesundheitsförderung als gemeinsame Aufgabe aller Ressorts systematisch weiter zu entwickeln. “Die Kindertagesstätten im Bezirk Mitte sollen in ihrem Bemühen unterstützt werden, die Bildungs- und Gesundheitsqualität zu steigern. Das Projekt ‘Kitas bewegen – für die gute gesunde Kita’ ist dabei das zentrale Projekt des Jugendamtes. Die Projekt-Kitas werden sich für die nachhaltige Gesundheitsentwicklung der Kinder und Mitarbeiter engagieren. Um dafür eine gute Grundlage zu legen, wird ein gezielter Entwicklungsprozess in der Institution Kita unterstützt, der eine der Voraussetzungen für die Gestaltung einer guten, gesunden Lebens-, Lern- und Arbeitswelt ist. Die Erzieherinnen und Erzieher werden die Eltern aktiv einbeziehen.” Fritsch: “Die Eltern sind die wichtigsten Partner, um langfristig eine gesunde Lebensweise mit ihren Kindern zu gestalten.” (28/09/09)

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