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Klassik Stiftung Weimar legt neuen Goethe-Briefband vor
Ein weiterer Doppelband der historisch-kritischen Ausgabe der Briefe Goethes ist erschienen. Mit Band 6 wird das 2008 im Goethe- und Schiller-Archiv begonnene Projekt der Erneuerung der Weimarer Ausgabe fortgeführt. Nach nur drei Jahren liegen damit drei von insgesamt 36 Bänden vor, in denen Goethes etwa 15.000 Briefe historisch-kritisch ediert und zum ersten Mal umfassend kommentiert werden. Band 6 enthält die Briefe des Zeitraums von Anfang 1785 bis zum Beginn von Goethes Italienreise am 3. September 1786.

Abb.: Klassik Stiftung Weimar
Neben Neufunden bietet er eine Vielzahl von Briefen, die erstmals nach den Handschriften ediert werden konnten. Die insgesamt 386 Briefe gewähren Einblicke in das innere Leben Goethes am Ende seines ersten Weimarer Jahrzehnts, machen Freundschaften erlebbar zu Persönlichkeiten wie Herder, Jacobi oder Merck und nicht zuletzt die besondere Beziehung zu Charlotte von Stein. Sie zeigen Goethe aber auch im Widerstreit zwischen den Belangen der Weimarer Residenz, der Fülle der Dienstgeschäfte und seinem steten Verlangen Grenzen zu überwinden durch Dichtung und Wissenschaft, ein Konflikt, der schließlich im Entschluss zur Reise nach Italien mündet. Einen Schwerpunkt der Kommentierung bildet die Neudatierung der über 120 nicht oder unvollständig datierten Briefe des Bandes, zu denen erstmals auch eine umfassende Begründung gegeben wird. Der Band entstand mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft. (12/07/10; Quelle: Klassik Stiftung Weimar)
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