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Kleine Helden starten durch: Stiftung offiziell gegründet

Die Stiftung „Große Hilfe für kleine Helden“, die die Arbeit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am SLK-Klinikum Gesundbrunnen in Heilbronn unterstützt, ist jetzt mit der Übergabe der Stiftungsurkunde durch Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach ins Leben gerufen worden. Der gleichnamige Verein besteht bereits seit Oktober. Die Stiftung geht zurück auf eine Initiative von Ralf Klenk, Gründer des Neckarsulmer IT-Dienstleisters Bechtle. Der 51-Jährige hat einen großzügigen Betrag aus seinem Privatvermögen als Grundkapital in die Stiftung eingebracht.

Kinderklinikdirektor Professor Walter Kachel, Stifter Ralf Klenk und SLK-Geschäftsführer Dr. Thomas Jendges (von links) beim Blick durchs Führerhaus eines Lkw in der Patientenaufnahme der Heilbronner Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.

Die Aufgabenverteilung zwischen Verein und Stiftung ist klar geregelt: Während die Stiftung die Idee voranbringt und um Spendengelder wirbt, ist der Verein für die inhaltliche Umsetzung der Projekte an der Heilbronner Kinderklinik verantwortlich. Gefördert werden etwa der neu geschaffene Kinderhospizdienst, ein Sozialfonds für einkommensschwache Eltern sowie die Einrichtung einer qualifizierten Tagesbetreuung für Geschwister von kranken Kindern.

Anliegen des Unternehmers ist es, „Dinge möglich zu machen, die von Kostenträgern nicht bezahlt werden“. Der Stifter will damit den Klinikaufenthalt für kranke Kinder und deren Familien erleichtern. „Große Hilfe für kleine Helden“ (www.ghfkh.de) ist Klenk ein Herzensanliegen: Sein Sohn Markus ist 2002 im Alter von elf Jahren an Krebs gestorben. Aus der persönlichen Erfahrung der Familie Klenk ist die Idee für die Gründung der Hilfseinrichtungen entstanden. Bei der Feier zur Stiftungsgründung sprach Klinikchef Professor Walter Kachel von einer „märchenhaften Initiative“: „Für uns Praktiker fühlt es sich an, als ob eine gute Fee vorbeikommt, um uns gleich eine ganze Reihe von Wünschen zu erfüllen.“ Kachel hofft darauf, dass es mit Unterstützung des Vereins möglich wird, in Zusammenarbeit mit der Uniklinik Tübingen einen weiteren Kinderonkologen nach Heilbronn zu holen.

Auch ein so genanntes Niro-Gerät zur kontinuierlichen unblutigen Messung der Sauerstoffversorgung des Gehirngewebes bei kranken Früh- und Neugeborenen steht auf seiner Wunschliste ganz oben. Für den Heilbronner Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach passt die Stiftungsgründung hervorragend ins Profil der familienfreundlichen Region Heilbronn. Er sprach von einer „großartigen mitmenschlichen Geste“ von Ralf Klenk. (19/11/09)

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