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Klimt-Foundation wehrt sich gegen Raubkunst-Vorwurf

Die "dokumentarische und wissenschaftliche Aufarbeitung einschließlich Provenienzforschung" betreffend das Stiftungsvermögen sei ganz klar Zweck der Klimt-Foundation. Die Stiftung wolle sich bewusst der Vergangenheit stellen und diese für die Öffentlichkeit ausleuchten.

Die “Gustav Klimt | Wien 1900 Privatstiftung“ hatte sich in der letzten Zeit mit dem Vorwurf konfrontiert gesehen, in ihrer Sammlung Bilder zu halten, die in der NS-Zeit unrechtmäßig angeeignet worden waren. Hierzu teilt die Stiftung mit: “Belastete (entzogene und nicht rückgestellte/verglichene) Werke müssen nach dem Stiftungszweck fairen und gerechten Lösungen entsprechend den Washington Principles zugeführt werden. Das gilt insbesondere auch für den ‘unveräußerlichen Kernbestand’ (vier Gemälde, 10 Zeichnungen sowie Autografen und Nachlassmaterialien Gustav Klimts) der Stiftung.”

Die Stiftung habe bereits bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt aktiv die mögliche Belastung des “Bildnis Gertrud Loew” selbst angesprochen. Das Werk sei bewusst in das Stiftungsvermögen eingebracht worden, um im Rahmen einer institutionalisierten Forschung Gutachten beauftragen zu können. Erste Schritte in diese Richtung seien bereits vor Stiftungsgründung in die Wege geleitet worden. Das Ergebnis werde noch dieses Jahr erwartet.

Das “Bildnis Gertrud Loew” gelte derzeit als einzig belastetes Werk im Stiftungsvermögen. Nichtsdestotrotz werde die Stiftung auch alle anderen Werke entsprechend begutachten lassen.

Die gemeinnützige Klimt-Foundation war erst im September 2013 durch die Stifterin Ursula Ucicky, Witwe des 1961 verstorbenen Filmregisseurs und unehelichen Sohnes des Malers Gustav Klimt (1862-1918), Gustav Ucicky (1899-1961), errichtet worden. In das Stiftungsvermögen wurden unter anderem 14 Klimt-Werke aus der ehemaligen Sammlung von Gustav Ucicky eingebracht. “Zweck und Ziel der Stiftung ist es, die Sammlung der österreichischen Öffentlichkeit zugänglich zu machen, damit das Erbe Gustav Klimts zu bewahren sowie die in Wien um 1900 entstandene Strömung des Jugendstils in ihrer Bedeutung für die kulturelle Entwicklung Österreichs bis heute aufzuzeigen”, so Peter Weinhäupl, Vorstandsvorsitzender der Klimt-Foundation.

(30.10.2013 | Quelle: Klimt-Foundation)

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