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Krupp-Stiftung unterstützt Forscher bei der Rückkehr

Hervorragende deutsche Wissenschaftler aus dem Ausland für Forschung und Lehre an deutschen Universitäten zu gewinnen ist das Ziel eines Förderprogramms, das die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung vor zwei Jahren gestartet hat. Nun empfing der Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung, Berthold Beitz, 14 Professorinnen und Professoren, die ihre Lehrstühle an renommierten Universitäten und Forschungseinrichtungen in Europa und Übersee aufgegeben haben und mit Unterstützung der Stiftung nach Deutschland zurückgekehrt sind.

In der Villa Hügel berichteten sie über ihre zurückliegende Zeit an Hochschulen im Ausland und sprachen über die unterschiedlichen Bedingungen für Forschung und Lehre in Deutschland und anderen Ländern.
Gastgeber Berthold Beitz zeigte sich erfreut über den Erfolg des Förderprogramms. In nur zwei Jahren wurden 18 Professorinnen und Professoren, die zuvor im Ausland Professuren innehatten oder Forschungsinstitute leiteten, an deutsche Hochschulen berufen. Zehn von ihnen waren zuvor in den USA tätig, die übrigen sind aus Kanada, Neuseeland, England, Frankreich, der Schweiz und Österreich nach Deutschland zurückgekehrt. Sie vertreten unterschiedliche Fächer aus allen Bereichen der Geistes-, Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie der Medizin.

In seinen Gesprächen mit den Wissenschaftlern unterstrich Beitz die Zielsetzung des Programms: “Die Krupp-Stiftung möchte deutsche Universitäten im scharfen internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe stärken und sie dabei unterstützen, ihre wissenschaftliche Exzellenz gezielt auszubauen.” Im Interesse einer zukunftsfähigen Hochschullandschaft in Deutschland gelte es, dem viel beklagten “brain drain”, der Abwanderung hervorragend ausgebildeter junger Wissenschaftler ins Ausland, entgegenzuwirken.

Die Erfahrung mit dem Förderprogramm habe gezeigt, so Beitz, daß den Universitäten in vielen Fällen nur vergleichsweise geringe Mittel fehlten, um einem hervorragenden Wissenschaftler ein international konkurrenzfähiges Angebot zu machen. Hier habe das Förderprogramm der Stiftung wirkungsvoll und mit geringem bürokratischem Aufwand helfen können.

Mit ihrem Programm “Rückkehr deutscher Wissenschaftler aus dem Ausland” fördert die Stiftung die Berufung deutscher Wissenschaftler, die aus dem Ausland auf eine Professur an einer Universität in Deutschland zurückkehren. Es können Fördermittel bis zu 100.000 Euro beantragt werden, die für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren bewilligt werden.

Die Mittel können als Ergänzungsfinanzierung für eine angemessene Vergütung des Hochschullehrers, für wissenschaftliche Mitarbeiter sowie für Sach- oder Umzugskosten verwendet werden. Beantragt werden kann auch die Erstattung von Reisekosten für Vorstellungsgespräche im Rahmen eines Berufungsverfahrens. Für das Förderprogramm stehen Gesamtmittel in Höhe von 2,5 Mio. Euro zur Verfügung.

Das Programm wird von der German Scholars Organization e. V. (GSO) durchgeführt. Die Organisation wurde 2003 in Berkeley (USA) gegründet und ist seit 2004 auch in Deutschland als gemeinnütziger Verein vertreten. Ihr Hauptziel ist es, im Ausland lebende deutsche Nachwuchswissenschaftler für die deutsche Forschung und den Arbeitsmarkt in Deutschland zurückzugewinnen. Die Krupp-Stiftung hat der GSO den Aufbau einer Geschäftsstelle in Berlin ermöglicht. (09/10/08)

Anfragen zum Förderprogramm “Rückkehr deutscher Wissenschaftler aus dem Ausland” sind zu richten an: German Scholars Organization e. V., Friedrichstraße 60, 10117 Berlin, Telefon: (0 30) 20 62 87 67, Telefax: (0 30) 20 62 87 69

German Scholars Organization

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