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Low Carbon Future City
Stiftung Mercator vernetzt Düsseldorf mit China
Eine große Herausforderung des 21. Jahrhundert ist es, die Treibhausgasemissionen großer städtischer Ballungsräume zu senken. Derzeit entstehen 80 % der globalen anthropogenen Treibhausgase in urbanen Regionen. Mittelfristig ist zu erwarten, dass der Anteil der in Städten lebenden Weltbevölkerung von 50 auf 60 % ansteigt.
Städtische Klimaschutzkonzepte sind daher ein entscheidendes Element effektiver Klimaschutzpolitik. Mit Mit 1,65 Millionen Euro unterstützt die Stiftung in den nächsten drei Jahren die Erforschung und Umsetzung neuer Konzepte für das Wohnen und Arbeiten in Millionenstädten.
„Mit diesem Projekt verknüpft die Stiftung Mercator zwei ihrer zentralen Wirkungsbereiche: ihren Einsatz für die Reduktion von Treibhausgasen und die Förderung des deutsch-chinesischen Austauschs zu zentralen Zukunftsfragen“, sagte der Geschäftsführer der Stiftung, Bernhard Lorentz in einem Gespräch mit der WAZ-Mediengruppe (28.2.11). Der Vertrauensbildung durch gegenseitiges Lernen stehe im Zentrum.
Das Projekt “Low Carbon Future Cities” (LCFC) adressiert dieses große Minderungspotential mit einem integrierten und partizipativen Ansatz. Dabei werden die Konzepte einer kohlenstoffarmen (Low-Carbon) Wirtschaft mit Strategien zur Anpassung an den Klimawandel und der Einführung einer Kreislaufwirtschaft zusammengeführt. Diese ganzheitliche Herangehensweise ist bislang einzigartig und verleiht dem „Low Carbon Future Cities“-Projekt einen innovativen Charakter.
Erforscht und entwickelt wird das Konzept „Low Carbon Future City“ parallel in zwei Fallstudien: der Region Düsseldorf und der chinesischen Stadt Wuxi. Beide Regionen bzw. Städte streben an, ihre Umwelt- und Klimabilanz sowie die Widerstands- und Anpassungsfähigkeit ihrer urbanen Systeme mit einer integrierten Klimastrategie zu verbessern. Die Konzepte, die für diese beiden unterschiedlichen Regionen entwickelt werden – die eine in einem westlichen, industrialisierten Land und die andere in einem fernöstlichen, rasant wachsenden Land –, sollen Beispiele für andere Städte auf der Welt sein.
Die wissenschaftliche Analyse wird durch einen umfassenden Stakeholder-Dialog begleitet. Die Zielsetzungen dieses Dialogs sind das gegenseitige Lernen sowie der Austausch von Wissen und Erfahrungen in chinesisch-deutscher Kooperation. Die Ergebnisse sollen Entscheidungsträgern in Politik, Industrie, und Gesellschaft zugänglich gemacht werden, um eine hohe Wirkung zu erzielen.
Die Erarbeitung der „Low Carbon Future City“-Strategien erfolgt in einem deutsch-chinesischen Konsortium verschiedener Forschungsinstitutionen unter der Leitung des Wuppertal Instituts. Die Forschungsarbeit findet in enger Partnerschaft mit den chinesischen und deutschen Kommunalverwaltungen statt. (01/03/11; Quelle: Stiftung Mercator, WAZ)



