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Max Havelaar-Stiftung (Schweiz): Nespresso und Fairtrade schließen Bündnis

Nespresso hat sich verpflichtet, einen zunehmenden Anteil seines Kapselkaffees von Fairtrade-zertifizierten Produzenten-Organisationen zu beziehen. Diese Partnerschaft soll Tausenden Kaffeekleinbauern mehr Einkommenssicherheit bieten.

Zu Beginn wird Nespresso Fairtrade-zertifizierten Kaffee von den Kleinbauern im kolumbischen Caldas beziehen. Bereits seit 2004 kauft Nespresso bei fünf Fairtrade-zertifizierten Produzenten-Organisationen in der Region ein, denen 7.000 Kleinbauern angehören.

“Wir haben uns zum Ziel gesetzt, bis 2020 über die Zusammenarbeit mit Fairtrade und unseren anderen Partnern einen weiteren Beitrag zur sozialen Entwicklung von Kleinbauern zu leisten”, meint Nestlé-Nespresso-Chef Jean-Marc Duvoisin. Insgesamt betrifft das Programm mehr als 56.000 Kleinbauern, die 80 Prozent des gesamten Kaffeevolumens von Nespresso produzieren.

Die Max Havelaar-Stiftung (Schweiz) wurde 1992 von den Schweizer Hilfswerken Brot für alle, Caritas, Fastenopfer, HEKS, Helvetas und Swissaid gegründet. Als Labelorganisation fördert sie den Konsum von Fairtrade-zertifizierten Produkten, betreibt aber keinen Handel. Sie vergibt in der Schweiz das Fairtrade- Label für Produkte, die fair gehandelt und nach den strengsten sozialen und ökologischen Kriterien von Fairtrade International produziert werden. Heute tragen in der Schweiz mehr als 2.000 Produkte das Fairtrade-Gütesiegel. Weltweit profitieren heute über 1.2 Mio. Kleinbauern- und Arbeiterfamilien vom Fairtrade-Label.

Das Label Fairtrade Max Havelaar setzt auf langfristige Handelsbeziehungen, eine Mindestpreisgarantie und Prämien, über die Bauern direkt und autonom verfügen können. Fairtrade gewährt also, dass Bauern selbst entscheiden können, wie sie sich organisieren und wie sie ihre Prämien investieren wollen. So entsteht ein System, von dem nicht nur einzelne Bauern, sondern die ganze Region profitieren.

(16.7.2013 | Quelle: Max Havelaar-Stiftung)

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