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Naumann-Stiftung untersucht wirtschaftliche Freiheit in den Bundesländern

Wie im Vorjahr führt Bayern vor Baden-Württemberg den Vergleich der Länder an, hat die FDP-nahe Stiftung in ihrer aktuellen Studie "Wirtschaftliche Freiheit in den deutschen Bundesländern" herausgefunden.

Den Begriff der wirtschaftlichen Freiheit definiert die Naumann-Stiftung anhand der Faktoren Umfang der Staatstätigkeit, Steuerautonomie der Bundesländer und Bedeutung von Sozialversicherungspflicht und Sozialhilfe. Verzerrungen durch den Länderfinanzausgleich werden indirekt berücksichtigt. “Dehnt der Staat seine Tätigkeit aus, lässt er den Bürgern weniger Spielraum und schränkt ihre Entscheidungsmöglichkeiten ein”, schreiben die Autoren Clemens Fuest, Roman Bertenrath und Patrick Welter. “Steuern schränken den Finanzspielraum der Bürger ein, verzerren den Konsum und wirken sich auf die
Arbeits- und Investitionsanreize der Bürger negativ aus.”

Sozialversicherungspflicht und Sozialhilfe stellen laut der Studie Freiheitsindikatoren dar, da die mit ihnen verbundenen finanziellen Restriktionen einen unmittelbaren Einfluss auf die Entscheidungsautonomie der Bürger hätten. Der Index sei weniger ein Maß für die Wirkung der Wirtschaftspolitik der Bundesländer als ein Indikator für den ökonomischen Handlungsspielraum aus der Sicht der Bürger.

Spitzenreiter im Ländervergleich bleiben Bayern und Baden-Württemberg. Die wirtschaftliche Freiheit in den ostdeutschen Ländern sei im Durchschnitt nach wie vor geringer als in den alten Bundesländern, vor allem deshalb, weil die Staatstätigkeit in den neuen Ländern, gemessen an der vergleichsweise niedrigen Wirtschaftsleistung, erheblich größer ist. Schlusslicht des Rankings ist Berlin, weil dort der Staatskonsum besonders hoch ist, besonders viele staatliche Subventionen gezahlt werden und ein besonders großer Teil der Erwerbstätigen beim Staat beschäftigt ist.

(26.12.2013 | Quelle: Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit)

Studie als kostenfreier PDF-Download

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