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Neue Lösung für Stasi-Gedenkstätte

Im Konflikt um die geplante Stasi-Gedenkstätte in Erfurt zeichnet sich eine neue Lösung ab. Wie der Sprecher des Kultusministeriums Detlef Baer erklärte, soll eine neu zu gründende unselbständige Stiftung die Trägerschaft übernehmen.

Dafür seien allerdings noch weitere Gespräche nötig. “Wir wollen eine tragfähige Lösung”, sagte Baer. Möglich sei, dass das Land das Stiftungskapital einbringt. Ein Kabinettsbeschluss von Anfang Jahres sah ursprünglich vor, dass die Stiftung Ettersberg die Trägerschaft für die neue Gedenkstätte übernimmt. Bedingung war, dass die Stiftung mit dem Erfurter Verein “Freiheit e.V.” einen Kompromiss für das Gedenkstätten-Konzept erzielt.

Das hatte ein Expertengremium der Landesregierung empfohlen. Nach Informationen des MDR sind jedoch die Gespräche zwischen der Stiftung Ettersberg und dem Verein “Freiheit e.V.” endgültig gescheitert. Der Verein, in dem sich unter anderem einstige Häftlinge engagieren, fordert, die Gedenkstätte entscheidend mitzugestalten.

Die Gedenkstätte soll in den Räumen des einstigen Stasi-Gefängnisses in der Erfurter Andreasstraße entstehen. Das Tauziehen um die Zukunft der einstigen Haftanstalt dauert bereits mehrere Jahre. So hatte sich selbst Ministerpräsident Dieter Althaus bereits im Jahr 2005 für den Erhalt des Gedenkortes ausgesprochen. (15/06/09; Quelle: MDR)

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