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Neue Partnerschaft: Deutsche Bahn Stiftung fördert Stiftung Deutsche Depressionshilfe

Depression ist eine unterschätzte Krankheit - sie kann lebensbedrohlich sein. Und es ist eine Krankheit, die oft nicht beim Namen genannt wird - immer noch befürchten Betroffene eine Stigmatisierung. Dies möchte die Stiftung Deutsche Depressionshilfe mit Unterstützung der Deutsche Bahn Stiftung ändern. Damit ist die Deutsche Bahn das erste namhafte Großunternehmen in Deutschland, das sich im Rahmen ihres gesellschaftlichen Engagements diesem Thema widmet.

Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und das unter ihrem Dach aktive Deutsche Bündnis gegen Depression mit mehr als 70 regionalen Bündnissen engagieren sich seit Jahren für eine bessere Versorgung depressiv erkrankter Menschen in Deutschland.

Dank der Kooperation mit der Deutsche Bahn Stiftung startet die Stiftung Deutsche Depressionshilfe in diesem Jahr den Aufbau des Forschungszentrums Depression. “In Kooperation mit universitären Zentren werden wir noch in diesem Jahr eine Reihe von versorgungsnahen, spannenden Forschungsprojekten starten, zum Beispiel zu der für Betroffene oft überraschenden antidepressiven Wirkung einer Reduktion der Schlafdauer oder zur Wirksamkeit von Internet-basierten Selbstmanagementprogrammen”, so Professor Ulrich Hegerl, Schirmherr der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. “Die Ergebnisse sollen unmittelbar für die Versorgung Betroffener bedeutsam sein.”

Thomas Müller-Rörich, Vorstandsvorsitzender der Deutschen DepressionsLiga, der 1994 selbst an einer schweren Depression erkrankte, beschrieb die Lage aus der Sicht eines Betroffenen: “Meistens vergehen mehrere Monate zwischen dem Beginn einer Depression und dem Start einer fachgerechten Behandlung. Deshalb wären effektive Methoden zur Selbsthilfe aber auch eine 24-Stunden-Hotline, wie sie jetzt von der Stiftung Deutsche Depressionshilfe geplant sind, eine große Verbesserung für die Erkrankten.”

Privatodozentin Dr. Christine Rummel-Kluge, Geschäftsführerin der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, unterstrich die Bedeutung der regionalen Bündnisse gegen Depression: “Gerade wenn Behandlungskapazitäten eng sind, ist es wichtig, dass alle Anlaufstellen und Experten gut miteinander kooperieren.” Zu den konkreten Maßnahmen, die die Versorgungslage von Betroffenen unmittelbar verbessern sollen, zählt auch der Ausbau der Zusammenarbeit mit den Bahnhofsmissionen.

(29.4.2014 | Quelle: Deutsche Bahn Stiftung)

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