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Neuer DBU-Generalsekretär: Energiewende und Flächenverbrauch sind Top-Themen

Zu seinem Amtsantritt am 1. Oktober 2013 unterstrich Dr. Heinrich Bottermann die große Chance, die die Institution DBU biete, "frei von politischen Überlagerungen" zu operieren. Der neue Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt war zuvor Präsident des Landesamtes für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen.

Foto: DBU/Hermann Pentermann

Mit Blick auf das Top-Thema Energiewende habe die Stiftung seit ihrer Gründung 1991 viel geleistet, so Bottermann (Foto). Es sei notwendig, die Folgen neuer Entwicklungen ganzheitlich und mit allen Konsequenzen zu betrachten. Beispiel Biomasse: Die sei zwar im Gegensatz zu Wind- und Sonnenenergie grundlastgeeignet, funktioniere also auch, “wenn es windstill und dunkel ist”.

Doch der Anbau spezieller Energiepflanzen wie etwa Mais führe auch zu unerwünschten Folgen: Monokultur, ein damit einhergehender höherer Düngemitteleinsatz, weil die natürliche Fruchtfolge nicht mehr existiere, eine dramatische Abnahme der Biodiversität bei Pflanzen und Tieren und Belastungen von Grund- und Oberflächenwasser. Wenn dann noch eine intensive Tierproduktion und der Wunsch jedes Gemeinderates, auf bisher
landwirtschaftlich genutzten Flächen neue Wohn- und Gewerbegebiete auszuweisen, hinzukämen, müsse Fläche in Deutschland immer knapper und immer teurer werden. Bottermann: “Auf diese Probleme müssen wir hinweisen. Es geht so nicht weiter, auch wenn es weh tut. Und Mängel gesund zu beten, hilft nicht.”

Natürlich führe das Bemühen um eine konsequente Umsetzung der Energiewende zu größeren finanziellen Belastungen für den einzelnen, denn Energie werde sicher teurer, wenn alle Kosten eingerechnet würden. Die bisher niedrigen Preise des Atomstroms seien nur damit zu erklären, dass das Bezahlen der tatsächlichen Kosten „auf die nächsten Generationen delegiert“ worden sei und indirekt vom Bürger über seine Steuern finanziert werde.

Die Gründung der DBU-Tochter DBU-Naturerbe GmbH und deren verantwortliche Betreuung von rund 60.000 Hektar wertvoller Naturflächen in Deutschland bezeichnete Bottermann als “riesigen Erfolg” und “Aufgabe für Generationen”.

(1.10.2013 | Quelle: DBU)

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