topad


Akteure & Konzepte

Projekte & Programme

Otto Brenner Stiftung kritisiert Programm von WDR und MDR

Viele Wiederholungen, weniger Information als behauptet, Trend zu "Human-Touch-Themen": So lassen sich einige Ergebnisse einer neuen Studie der Otto Brenner Stiftung über die dritten Fernsehprogramme zusammenfassen. Während der MDR sich stark auf Unterhaltung fokussiert, profiliert sich der WDR mit regionaler Berichterstattung.

Human-Touch-Berichterstattung hat laut der Studie in den dritten Programmen inzwischen ein ähnliches Ausmaß wie bei der privaten Konkurrenz erreicht. Der von den Sendern immer wieder kolportierte hohe Anteil von bis zu 70 Prozent Informationsanteil lässt sich laut Medienforscher Joachim Trebbe für Erstsendungen im Untersuchungszeitraum nicht nachweisen. “Selbst wenn man Ratgebersendungen berücksichtigt, liegt er beim WDR nur bei rund 50 Prozent, der MDR kommt lediglich auf 37 Prozent.”

Von allen bisher untersuchten Sendern, so ein weiterer Befund der Studie, ist der MDR der mit Abstand unterhaltungsorientierteste. Die Untersuchung hat zudem ergeben, dass eine besondere Stärke des WDR in einer
ausdifferenzierten, in vielen Fällen eher lokal anmutenden und auf die Ballungsräume bezogenen Regionalberichterstattung liegt, in der zudem auch kontroverse und politische Themen dominieren.

Die für die Programme des SWR/und NDR im Jahr 2013 von der Otto Brenner Stiftung veröffentlichte Untersuchung ließ bereits Zweifel aufkommen, dass diese Dritten ihrem öffentlich-rechtlichen Programmauftrag gerecht werden. Die WDR/MDR-Studie liefert nun Daten, Zahlen und Erkenntnisse, die diese Bedenken weiter erhärten und zeigen, dass sie beim MDR-Programm besonders berechtigt sind.

(27.7.2015 | Quelle: Otto Brenner Stiftung)

Studie " Information oder Unterhaltung?" auf der Website der Otto Brenner Stiftung

Erwiderung des WDR

Zur Übersicht "Akteure & Konzepte // Projekte & Programme"