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Patienten-Pass zur Früherkennung von Leberzellkrebs

Die Deutsche Leberstiftung bietet Patienten mit Leberzirrhose oder einer chronischen Lebererkrankung, die ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Leberzellkrebs haben, nun einen Früherkennungspass. Er wurde gemeinsam mit Prof. Dr. Jörg Trojan vom Universitätsklinikum Frankfurt entwickelt.

Der Pass fasst die Ergebnisse der Früherkennungsuntersuchungen zusammen. Damit bietet er den Patienten einen Überblick über die durchgeführten Untersuchungen und den behandelnden Ärzten einen raschen Zugriff auf deren Ergebnisse. “Je früher die Diagnose gestellt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Deshalb haben wir diesen Pass entwickelt. Wir geben den Patienten und Ärzten damit ein wichtiges Hilfsmittel für die Früherkennung an die Hand”, betont Prof. Trojan die Bedeutung des Patienten-Passes der Deutschen Leberstiftung.

Der Leberzellkrebs-Früherkennungspass kann kostenfrei in der Geschäftsstelle der Deutschen Leberstiftung bestellt werden. Die Geschäftsstelle ist telefonisch zu erreichen unter 0511 532 6819 oder per E-Mail an info@deutsche-leberstiftung.de.

Der Leberzellkrebs ist weltweit die fünfthäufigste Tumorerkrankung und die dritthäufigste tumorbedingte Todesursache. Es erkranken fast ausschließlich Patienten mit einer chronischen Lebererkrankung daran. Meist entwickelt sich ein Leberzellkrebs auf der Basis einer Leberzirrhose. Die häufigsten Ursachen für eine Leberzirrhose sind chronische Infektionen mit dem Hepatitis C- oder dem Hepatitis B-Virus, übermäßiger Alkoholkonsum und die nichtalkoholische Fettleber. Aber auch andere chronische Lebererkrankungen, wie die Hämochromatose, können zu einer Leberzirrhose führen.

Ein Leberzellkrebs verursacht im Frühstadium meist keine Symptome. Die Tumoren werden deshalb oft lange nicht bemerkt. Wird die Diagnose erst im späteren Stadium, wenn sich Symptome gezeigt haben, gestellt, sind die Heilungschancen deutlich schlechter. Daher ist eine Früherkennung enorm wichtig. Das beste Verfahren ist eine Ultraschalluntersuchung des Bauchs. Patienten mit einer Leberzirrhose, unabhängig davon, welche chronische Lebererkrankung der Zirrhose zugrunde liegt, sollten daher alle sechs Monate durch Ultraschall im Rahmen der Früherkennung untersucht werden. Bei einer Fettleberhepatitis mit fortgeschrittener Fibrose oder Zirrhose können auch kontrastverstärkte Schnittbildverfahren wie Computertomographie oder Magnetresonanztomographie eingesetzt werden.

(1.9.2014 | Quelle: Deutsche Leberstiftung)

Website der Deutschen Leberstiftung

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