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Pilotprojekt für Langzeitarbeitslose in Saarbrücken gestartet

Die SHS Foundation «Saarländer helfen Saarländern» hat ein neues Projekt für Langzeitarbeitslose gestartet. Mit dem Vorhaben «Minipreneure» solle Betroffenen geholfen werden, einen neuen Lebensplan zu entwerfen und ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen, sagte der ehemalige Manager und Stifter der SHS Foundation, Peter Hartz, am Mittwoch in Saarbrücken. Er gehe davon aus, dass durch das Projekt rund 7.500 Langzeitarbeitslose eine neue Beschäftigung finden könnten, fügte Hartz hinzu, nach dem die Arbeitsmarktreformen der rot-grünen Bundesregierung benannt sind.

Das Projekt orientiert sich den Angaben zufolge an neurobiologischen Erkenntnissen. Auf deren Grundlage würden gezieltes Coaching, «Talentdiagnostik» und Gruppengespräche durchgeführt, wodurch Betroffene ihr bisheriges Verhalten ändern sollen. So würden bei den Teilnehmern etwa Ohnmachtsgefühle, Passivität und soziale Geringschätzung abgebaut, damit sie wieder Zutrauen zu sich selbst und in ihre Fähigkeiten gewinnen. Die Talente der Arbeitslosen sollen aufgespürt und in den Mittelpunkt der Bemühungen gestellt werden.

In sogenannten Polylog-Gruppen, die Selbsthilfegruppen ähneln, würden die Langzeitarbeitlosen in Workshops zur konstruktiven Einmischung ermutigt und es würden Wege des kreativen und innovativen Denkens aufgezeigt, sagte der Gründer des Fritz-Perl-Instituts für Integrative Therapie, Gestalttherapie und Kreativitätsförderung, Hilarion Petzold. Dabei würden auch gesundheitliche Aspekte berücksichtigt.

Dazu solle ein lokales Netzwerk aus Berufstätigen und Langzeitarbeitslosen entwickelt werden. Die Initiatoren wollen dazu ein «Beschäftigungsradar» erstellen, das im Umfeld der Arbeitslosen nach Arbeitsmöglichkeiten sucht.

Das Projekt «Minipreneure» verstehe sich als gesellschaftliche Initiative und sei kein zusätzlicher Wettbewerber, betonte Hartz. Die Planungen liefen in Kooperation mit der Arge Saarbrücken. Die Teilnahme an dem Projekt sei freiwillig, eine zusätzliche Bezahlung zum Arbeitslosengeld gebe es nicht. Ob die Teilnehmer finanziell gefördert werden, liege im Ermessenspielraum der Arbeitsagenturen. Interessierte können sich ab sofort im Internet unter minipreneure.de zur Teilnahme an dem Projekt anmelden. (18/03/10; Quelle: minipreneure Zentrum gGmbH)

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