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Possehl-Stiftung: 1,25 Mio. € für Flughafen?
Einem Bericht der Lübercker Nachrichten zufolge überlegt die Lübecker Stiftung, 1,25 Mio. € der Kosten für den Ausbau des Flughafens Blankensee zu tragen. Sowohl Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) als auch Renate Menken, Chefin der Possehl-Stiftung, bestätigen demnach auf Anfrage entsprechende Gespräche. Eine Entscheidung des Stiftungsrates solle aber erst am 30. April fallen – nach einem Bürgerentscheid.
Nach den letzten Zahlen, die der Flughafen und die Hansestadt vorgelegt haben, kostet der Ausbau bis 2012 insgesamt 15 Mio. €. Stadt und Flughafen rechnen mit acht Mio. € Fördergeldern vom Land – und sieben Mio. €, die aus der Stadtkasse in den Airport fließen müssen, heißt es in dem Bericht weiter. Darin seien auch die Gelder für die Stiftung Grönauer Heide enthalten. Sollte Possehl sich entscheiden, das Geld zu übernehmen, und fällt der Bürgerentscheid am 25. April für den Airport aus, dann verblieben nach dieser Rechnung 5,75 Mio. €, die die Hansestadt bis 2012 in den Ausbau Airports Blankensee stecken müsste. Danach hoffe die Stadt, einen Investor zu finden, der den Flughafen betreibt.
Saxe freut sich über eine mögliche Unterstützung der Possehl-Stiftung, der er optimistisch entgegensieht. Menken ist etwas zurückhaltender: „Wir haben noch kein Meinungsbild dazu.“ Denn vor allem müsse geklärt werden, ob bei dieser Geldtransfer „der Stiftungszweck erfüllt ist“. Die Possehl-Stiftung habe aber auch schon Projekte im Natur- und Umweltschutz finanziell unterstützt, erklärt sie.
In einem Mediationsverfahren zwischen den Umweltverbänden und dem Flughafen hatten sich beide Seiten geeinigt. Die Naturschützer sagten zu, nicht gegen dessen Ausbau zu klagen, wenn der Airport im Gegenzug Geld in eine Stiftung gibt, die den Erhalt der Grönauer Heide zum Ziel hat. Die erste Rate hat die neugegründete Stiftung bereits erhalten. Wird der Airport ausgebaut, fließen noch einmal 1,25 Mio. € in die Stiftungskasse. (19/04/10; Quelle: LN, Possehl-Stiftung)



