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Rechtswissenschaftler der Humboldt-Universität wird Schumpeter-Fellow

HU-Wissenschaftler Florian Möslein forscht als Schumpeter-Fellow der VolkswagenStiftung zu Ordnung und Steuerung von Markt und Vertrag

Die globale Finanzkrise hat deutliche Schwachpunkte der weltumspannenden Governance-Mechanismen (Steuerungs- und Regelungssysteme) offenbart. Diese Krise wurzelte jedoch nicht primär in fehlerhafter Corporate Governance, sondern vor allem in der Instabilität von Märkten. Da bisher noch wenig bekannt darüber ist, ob und wie sich vertragliches Verhalten auf globale Steuerungs- und Regelungssysteme auswirken kann, soll das neue Forschungsfeld der Contract Governance den Governance-Ansatz für die Vertragsrechtswissenschaft fruchtbar machen.

Dr. Florian Möslein, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Bank- und Kapitalmarktrecht sowie am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Deutsches-, Europäisches und Internationales Privat- und Wirtschaftsrecht der Humboldt-Universität zu Berlin, wird in den nächsten fünf Jahren das Contract Governance erforschen. Möglich macht dies ein Schumpeter-Fellowship der VolkswagenStiftung. Als Schumpeter-Fellow wird Florian Möslein den Aufbau einer Nachwuchsforschergruppe leiten. Die Fördersumme für sein Projekt “Contract Governance – Ordnung und Steuerung von Markt und Vertrag” beträgt rund 540.000 €.

Neben den Vertragsbeziehungen will Florian Möslein auch die Marktordnung in den Blick nehmen. Er wird zudem verschiedene Konferenzen und Workshops organisieren, um neue Erkenntnisse interdisziplinär mit Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlern zu diskutieren.

Mit den Schumpeter-Fellowships werden exzellente Nachwuchswissenschaftler aus den Bereichen Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaften unterstützt, die mit ihren Projekten in kleinen Gruppen wissenschaftliches Neuland erschließen. (08/04/10; Quelle HU Berlin)

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