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Rückenwind für ArbeiterKind.de

Eine von der Vodafone Stiftung Deutschland geförderte Evaluation bestätigt die Wirksamkeit zentraler Maßnahmen von ArbeiterKind.de. Demnach gelingt es der Initiative, die Zielgruppe der "Arbeiterkinder" zu erreichen und sie als Ansprechpartner bei der Studienorientierung zu unterstützen.

Trotz bildungspolitischer Bemühungen sind Studierende aus Nichtakademikerfamilien an deutschen Universitäten nach wie vor unterrepräsentiert. Insgesamt ist die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder aus einer Akademikerfamilie ein Studium aufnehmen 3,3fach höher, als bei Kindern aus Nichtakademikerfamilien. Diese Differenz wird neben sozial selektiven Hürden in der Schullaufbahn auch durch fehlende Ansprechpartner und Informationsmöglichkeiten begründet.

Die von der Vodafone Stiftung geförderte Initiative ArbeiterKind.de hat es sich deshalb zum Ziel gemacht, Schülerinnen und Schüler aus Nichtakademikerfamilien zum Studium zu ermutigen und sie auf ihrem Weg zum erfolgreichen Studienabschluss zu unterstützen. Das Förderprogramm umfasst ein breites Angebotsspektrum und zeichnet sich durch seinen peer-to-peer-Ansatz aus: Die Mehrzahl der Mentorinnen und Mentoren sind selbst Studierende der ersten Generation. Deutschlandweit ist ArbeiterKind.de eines der wenigen Programme, das hochschulunabhängig agiert und sich gezielt der Unterstützung von Kindern aus einem nicht-akademischen Haushalt widmet. Doch wie steht es um die Wirkung dieses Förderprogramms?

Die von der Freien Universität Berlin und dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung durchgeführte Evaluation liefert erste Befunde, die das Engagement von Arbeiterkind.de unterstützen. Der Arbeitsbereich Empirische Bildungsforschung der Freien Universität Berlin in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Struktur und Steuerung des Bildungswesens am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung untersuchten in einer Längsschnittstudie über ein Jahr die erzielten Wirkungen der schulischen Informationsveranstaltungen sowie die Nutzung des zentralen Infotelefons von ArbeiterKind.de.

Die Ergebnisse zeigen, dass es ArbeiterKind.de über die Schulveranstaltungen gelingt, Informationsdefizite insbesondere von Schülerinnen und Schülern nicht-akademischer Herkunft zu verringern. Weiterhin konnte gezeigt werden, dass das vom Bundesministerium für Forschung und Bildung geförderte, zentrale Infotelefon von ArbeiterKind.de überwiegend von Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden genutzt wird, die aus einem nicht-akademischen Haushalt kommen. Als Hauptmotiv für den Anruf bei ArbeiterKind.de nannten sie mehrheitlich das Fehlen eines Ansprechpartners. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass sich das zentrale Infotelefon als niedrigschwellige Anlaufstelle für die Zielgruppe der Initiative bewährt hat. Beide Angebote werden von ihren Nutzerinnen und Nutzern als sehr hilfreich bei der Studienorientierung bewertet.

(27.5.2015 | Quelle: Vodafone Stiftung Deutschland)

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