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"Schüler-Ingenieur-Akademie" in Duisburg gestartet
Ingenieure sind knapp in Deutschland. Damit sich künftig mehr junge Menschen als bisher für dieses Berufsbild interessieren, fördert die Deutsche Telekom Stiftung jetzt bundesweit das Erfolgsmodell der "Schüler-Ingenieur-Akademie". Die erste Akademie in Nordrhein-Westfalen startet die Stiftung in Duisburg. Teilnehmer sind 15 Oberstufenschülerinnen und -schüler des Max-Planck-Gymnasiums, des Franz-Haniel-Gymnasiums und des Steinbart-Gymnasiums.
Sie werden sich in den kommenden beiden Schuljahren mit Themen wie Halbleitertechnologie, Energie- und Stahlerzeugung beschäftigen. Partner des Vorhabens sind die Universität Duisburg-Essen, die Fachhochschule Gelsenkirchen und die Unternehmen ThyssenKrupp Steel AG und Siemens Power Generation.
Die Deutsche Telekom Stiftung fördert die Schüler-Ingenieur-Akademie in Duisburg über zwei Jahre mit insgesamt 55.000 €. “Die Schüler-Ingenieur-Akademie ist eine Erfolgsstory, die unser bestehendes Engagement für mehr Ingenieurnachwuchs optimal ergänzt”, erklärt Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Telekom Stiftung. “Wir müssen bereits in den Schulen damit beginnen, junge Menschen für technische Berufe und wissenschaftliches Arbeiten zu begeistern. Nur so werden wir dem wachsenden Fachkräftemangel wirksam zu Leibe rücken.”
Die Schüler-Ingenieur-Akademie richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 12 und 13. Die Fachlehrer der drei Partnerschulen begleiten und unterstützen die Teilnehmer der Akademie während der gesamten Laufzeit. Neben dem vorbereitenden Unterricht an der Schule besuchen die Schülerinnen und Schüler Veranstaltungen an der Universität Duisburg-Essen und der Fachhochschule Gelsenkirchen. Dozenten und wissenschaftliche Mitarbeiter vermitteln ihnen theoretische und praktische Kenntnisse in den Bereichen Energieerzeugung, Kraftwerksproduktion und Stahlerzeugung. Workshops und Praktika in den Partnerunternehmen runden das Programm ab.
Das Projekt läuft als Arbeitsgemeinschaft über vier Schulhalbjahre. Im ersten Jahr können die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Projekte ihre wissenschaftspropädeutische Facharbeit erstellen. Im zweiten Jahr erbringen die Akademieteilnehmer dann eine so genannte besondere Lernleistung mit naturwissenschaft-
lich-technischem Schwerpunkt, die benotet wird und ins Abitur einfließt.
Die Schüler-Ingenieur-Akademie wurde in Baden-Württemberg vom Arbeitgeberverband Südwestmetall initiiert und dort flächendeckend an 34 Standorten umgesetzt. Südwestmetall unterstützt den bundesweiten Ausbau der Schüler-Ingenieur-Akademien und wird mit der Telekom Stiftung ein gemeinsames Handbuch herausgeben, das Schulen als Leitfaden für die Entwicklung und Umsetzung von Ingenieur-Akademien dienen soll. Neben der Schüler-Ingenieur-Akademie fördert die Stiftung die Junior-Ingenieur-Akademie, ein Vorhaben mit gleicher Zielsetzung, das sich an die Klassen 9 und 10 richtet. Weitere Junior- und Schüler-Ingenieur-Akademien in anderen Bundesländern sind in Vorbereitung. (24/09/07)



