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Schwere Vorwürfe gegen Peter-Ustinov-Stiftung
Hat die in Düsseldorf ansässige Peter-Ustinov-Stiftung Spendengelder in großem Stil zweckentfremdet? Davon ist der TV-Schauspieler Charles Huber ("Der Alte") überzeugt. "Das sind Betrüger", sagt Huber.
Im Namen des von ihm gegründeten Hilfswerk “Afrika Direkt” hat er jetzt Strafanzeige gegen den Vorstand der Peter-Ustinov-Stiftung gestellt. Auslöser des Konflikts sind zwei Spenden-Mailings von 2007, bei denen potenzielle Spender von der Ustinov-Stiftung angeschrieben und auf ein von Huber initiiertes Schulbau-Projekt im Senegal aufmerksam gemacht wurden.
Rund 126.000 Euro seien dabei zusammengekommen, teilte die Ustinov-Stiftung mit, wollte aber unter Verweis auf angeblich fehlende Belege den vereinbarten Anteil von rund 81.000 Euro zunächst nicht an “Afrika Direkt” weiterreichen. Mitte Januar kam es zu einem gerichtlichen Vergleich: Hubers Verein reichte eine detaillierte Aufstellung seiner Ausgaben nach und erhielt dann das Geld. Zugleich wurde aber auch die Ustinov-Stiftung verpflichtet, ihre Spendenabrechnung überprüfen zu lassen.
Als diese Ende März vorlag, enthielt die Kalkulation eine Überraschung: Aus den 126.000 Euro Spenden waren plötzlich knapp 219.000 Euro geworden. “Fast 100.000 Euro mehr”, staunte Huber. Mehr Geld sollte er aber trotzdem nicht bekommen. Denn nun tauchte in der Abrechnung ein neuer Posten auf: Fast 93.000 Euro machte die Stiftung geltend für die Dienste einer Schweizer Firma, die die Mailing-Aktionen durchgeführt hatte.
“Diese Kosten entsprechen den in der Branche üblichen Standards”, argumentiert im Namen der Stiftung Martin Pape. “Es kostet viel Aufwand und Geld, Spenden einzuwerben. Das muss auch Herr Huber wissen. Wir haben diese Kosten transparent ausgewiesen.”
Hubers Anwältin, Regina Kalthegener, beklagt jedoch, dass die Stiftung “bis heute keine detaillierte Abrechnung über Einnahmen und Ausgaben im Zusammenhang mit den Spendenmailings” vorgelegt habe.
Huber bleibt bei seinem Vorwurf: Geld, das man unter Berufung auf sein Projekt gesammelt habe, sei “in andere Kanäle geflossen”. Man habe ihn zu Werbezwecken benutzt, um Spenden zu akquirieren. “Um das reale Spendenergebnis hat man uns betrogen.” (10/06/09; Quelle: RP-online)



