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Sielmann-Stiftung will das Bombodrom schützen
Die Heinz Sielmann Stiftung hat Interesse an der schwer mit Munition belasteten Kyritz-Ruppiner Heide in Nordbrandenburg, auf der auch das sogenannte Bombodrom liegt. Den PNN sagte der Stiftungs-Vorstand Walter Stelte am Mittwoch: „Ein Engagement in der Kyritz-Ruppiner Heide kann ich mir sehr gut vorstellen.“ Das 14 000 Hektar große Gelände sei sehr reizvoll, besonders als Ergänzung zum sanften Tourismuskonzept.
Benedikt Schirge, Sprecher der Bürgerinitiative Freie Heide, die 17 Jahre lang für die zivile Nutzung des Bombodroms gekämft hatte, begrüßte das Angebot: „Das ist ein Projekt, das uns überzeugt.“
Schirge warnte zugleich vor überstürzten Schnellschüssen, nun seien langfristige Konzepte gefragt. Die Sielmann-Stiftung ermögliche es allerdings, dass sich die Kyritz-Ruppiner Heide „Stück für Stück“ entwickeln könne. Seit dem Verzicht der Bundeswehr auf einen Luft-Boden-Schießplatz vor zwei Wochen sind zahlreiche Nutzungsideen ins Spiel gebracht worden – vom Solarpark bis Windkraftanlagen. Schirge warnte daher wiederholt vor einem unkoordinierten Vorgehen.
Auf der Döberitzer Heide – nördlich von Potsdam gelegen – entwickelt die Sielmann-Stiftung seit 2004 eine Wildtierlandschaft und ein Naturerlebnisgelände. Das Areal war bis zum Abzug der Sowjettruppen Übungsplatz und ist in weiten Teilen mit Munition belastet. Nun beteiligt sich die Sielmann-Stiftung an der Beräumung. (24/07/09; Quelle: Potsdamer Neueste Nachrichten)



