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Sonja Reischmann Stiftung ruft Kindertrauergruppe ins Leben

Kinder trauern anders. Sie erleben den Verlust eines nahestehenden Menschen oft ganz anders als die Erwachsenen und reagieren auf besondere Weise darauf. Der Ambulante Kinderhospizdienst für den Bodenseekreis und den Landkreis Ravensburg hat nun ein spezielles Angebot zur Trauerbegleitung für Kinder entwickelt. Dank der Sonja Reischmann Stiftung wird es 2014 realisiert.

Zu Gast beim Kinderhospizdienst: Sabine Reischmann von der Sonja Reischmann Stiftung (re) (Foto: Liebenau Teamwork Kommunikation)

Zukünftig sollen trauernde Kinder beim Kinderhospizdienst eine regelmäßige Anlaufstelle finden. Mit insgesamt 13.500 €, verteilt auf drei Jahre, finanziert die Sonja Reischmann Stiftung den Aufbau und die Durchführung einer speziellen Trauerbegleitung für Kinder. “Die Idee kam meiner Schwester Angelika Klingenthal und mir dadurch, dass unser Vater, also auch der Vater der Stifterin, sehr früh verstarb und wir Kinder damals keinen Raum zur Trauer fanden”, sagt Sabine Reischmann von der Sonja Reischmann Stiftung.

“Der Bedarf für eine Trauergruppe ergab sich aus Gesprächen mit betroffenen Familien, aber auch Jugendämter und Beratungsstellen in der Region haben bereits nach solchen Angeboten gefragt”, berichtet Barbara Weiland, Koordinatorin des Kinderhospizdienstes für den Bodenseekreis. In einer Gruppe speziell für Kinder lassen sich die emotionalen Belastungen, die sich aus der Konfrontation dieser Kinder mit schweren Krankheiten oder Tod der engsten Angehörigen ergeben, zusammen mit anderen Betroffenen ansprechen.

In dieser Gruppe werden zwei ehrenamtliche Mitarbeiter, die speziell zu diesem Thema geschult sind, einmal monatlich einen festen Treffpunkt für Kinder aus der Region (Landkreis Ravensburg und Bodenseekreis) bieten. Diese Gruppe soll einen stabilen Raum und geschützten Ort für Auseinandersetzungen mit dem schweren Verlust verschaffen. Geplant sind neben Gesprächen vor allem kreative und kunsttherapeutische Angebote: Malen, Basteln, Singen, gemeinsames Kochen oder Spiele.

Außerdem wird die “Kindertrauergruppe” auch Freizeitangebote durchführen, die der Entlastung der Familie dienen. In Kooperation mit der “Geschwisterzeit” (einem Projekt in Trägerschaft von St. Gallus-Hilfe, St. Jakobus Behindertenhilfe, der Schule für Blinde und Sehbehinderte der St. Franziskus-Stiftung Heiligenbronn und der St. Elisabeth-Stiftung) sind zwei erlebnispädagogische Freizeiten geplant. “Diese Tage sollen eine ‘trauerfreie’ Zeit sein, in der die Kinder ihre Stärken erleben und sich stabilisieren können”, sagt Elisabeth Mogg, Koordinatorin des Kinderhospizdienstes für den Landkreis Ravensburg.

Der Ambulante Kinderhospizdienst ist ein Kooperationsprojekt des Malteser Hilfsdienst e.V. und der Stiftung Liebenau. Seit seiner Gründung im Jahr 2010 wurden 24 Familien betreut. 25 Ehrenamtliche engagieren sich zurzeit in den beiden Landkreisen Ravensburg und Bodenseekreis.

Die gemeinnützige Sonja Reischmann Stiftung wurde im Jahr 2004 gegründet. Sie kümmert sich um Einzelschicksale und Projekte rund um Kinder und Familien in Not im Landkreis Ravensburg.

(22.11.2013 | Quelle: Liebenau Teamwork Kommunikation)

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