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Sterbebegleitung: Großbritannien an der Spitze
Nirgendwo in der Welt werden Sterbende so gut betreut wie in Großbritannien. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die erstmals in Anlehnung an Tabellen zur Lebensqualität die "Sterbequalität" in verschiedenen Ländern untersucht hat. Deutschland kommt auf Platz 8 von 40 Ländern, teilte die Lien-Foundation in Singapur mit. Sie hatte die Studie bei der "Economist Intelligence Unit" in Auftrag gegeben.
Der Weltverband für Palliativpflege (WPCA) schätzt, dass weltweit 100 Millionen Kranke und Angehörige im Jahr besonders betreut, begleitet und geschult werden müssten. Tatsächlich hätten nur acht Millionen Menschen Zugang zu Einrichtungen wie Hospizen und umfassender häuslicher Sterbebegleitung.
In Großbritannien begann die moderne Hospizbewegung zur Pflege Sterbender in den 60er Jahren. Das Land erhielt Topnoten unter anderem, weil das Thema Sterben in der Gesellschaft kein Tabu mehr ist, weil Pflegekräfte eigens ausgebildet werden und schmerzlindernde Mittel wie Opiate problemlos zu bekommen sind.
Die Analysten untersuchten auch, welche staatlichen Hilfen es für Hospize zur Pflege Sterbender gibt und ob die Regierung Standards für die Versorgung in den letzten Lebensmonaten entwickelt. Sie berücksichtigten auch die Höhe der Gesundheitsausgaben und die Lebenserwartung. Die Lien-Stiftung mit Sozial- und Umweltschwerpunkt hat einige Projekte zur Thematisierung von Tod und Sterben gefördert. (14/07/10; Quellen: Lien Foundation, Der Tagesspiegel, ap, dpa))



