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Stiftung bewilligt Forschungsvorhaben zu Sklavenhandel und Al-Qaida
Gut 1,7 Mio. € stellt die Düsseldorfer Gerda-Henkel-Stiftung für neue Forschungsvorhaben bereit. Das Themenspektrum reiche vom antiken Sklavenhandel bis zur Zukunft Al-Qaidas, teilte eine Stiftungssprecherin am Dienstag mit. So erhalte die Althistorikerin Iris Samotta ein zweijähriges Forschungsstipendium für ihre Untersuchung des antiken Umgangs mit dem Menschen als Handelsobjekt.
Bisher gebe es nur wenige Informationen über die Sklavenhändler. Samotta werde nun überprüfen, ob die zurückhaltende Überlieferung aus der Verdrängung eines im Grunde als anrüchig empfundenen Gewerbes resultiert, das in der Antike mehr Parallelen zum modernen Menschenhandel aufweise als bislang angenommen.
Bewilligt wurde außerdem das Forschungsprojekt von Peter R. Neumann. Mit einem Forscherteam wolle der Direktor des International Centre for the Study of Radicalisation and Political Violence (ICSR) am King’s College London untersuchen, welcher Ideenkomplex Al-Qaida einst entstehen ließ und welche Faktoren für Terrorgruppen heute bestimmend sind. Fast ein Jahrzehnt nach den Terroranschlägen in den USA am 11. September 2001 registriere Neumann einen Bedeutungsverlust des terroristischen Netzwerkes. Auf der Basis von bislang veröffentlichtem Material und Gesprächen mit beteiligten Politikern und Aktivisten verspreche sein Vorhaben neue Erkenntnisse über Vergangenheit und Zukunft Al-Qaidas, aber auch über generelle Tendenzen innerhalb der fundamentalistischen Bewegungen. (05/05/10; Quelle: Gerda-Henkel-Stiftung)



