Akteure & Konzepte
Projekte & Programme
Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ fördert im Jahr 2010 mit 2,2 Mio. € Projekte für NS-Opfer
5 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz leben viele Überlebende in Armut und Isolation
Die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (Stiftung EVZ) fördert im 65. Jahr nach Ende des Zweiten Weltkrieges mit einem Drittel ihres Förderbudgets humanitäre Projekte für die noch lebenden Opfer des Nationalsozialismus, insbesondere in den Ländern Ost- und Mitteleuropas sowie in Israel. Zudem werden mit 400.000 € Begegnungen zwischen Zeitzeugen und Schülern ermöglicht.
Unterstützt wird mit diesen Mitteln auch die Teilnahme von Opfern an Gedenkfeiern anlässlich des Kriegsendes und der Befreiung der Konzentrationslager. „In diesem Jahr wird zum 65. Mal der Befreiung von Auschwitz gedacht, dabei dürfen wir die noch Lebenden nicht vergessen. Für die Hochbetagten, die oft unter Traumatisierungen leiden, werden Projekte organisiert, bei denen die Überwindung ihrer Einsamkeit und die Würdigung ihrer Lebensleistungen im Mittelpunkt stehen.“, so Dr. Martin Salm, Vorstandsvorsitzender der Stiftung EVZ. Günter Saathoff, Vorstand der Stiftung, dazu: „Engagement für die Überlebenden bedeutet für uns vor allem, ihnen in oftmals schwierigen Lebenssituationen zu helfen und ihre Erinnerung zu bewahren.“
Die Stiftung EVZ bereitet zudem in diesem zehnten Jahr ihres Bestehens gemeinsam mit der Gedenkstätte Buchenwald die Eröffnung einer internationalen Ausstellung zum Thema „NS-Zwangsarbeit“ vor, die im Herbst erstmals im Jüdischen Museum Berlin gezeigt wird. Das von der Stiftung EVZ geförderte und überarbeitete Web-Portal „Lernen aus der Geschichte“ wird im Frühjahr der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Online-Archiv www.zwangsarbeit-archiv.de, das die FU Berlin im Auftrag der Stiftung EVZ erstellt hat und insgesamt 600 Zeitzeugeninterviews bereit stellt, wird um didaktische Materialien zur Nutzung der Webseiten im Unterricht ergänzt.
Insgesamt fördert die Stiftung EVZ internationale Projekte in den Feldern Auseinandersetzung mit der Geschichte, Handeln für Menschenrechte und Engagement für NS-Opfer mit 6,7 Mio. € jährlich. (1/2/10; Quelle: Stiftung EVZ)
Die vom russischen Staat gegründete Stiftung “Verständigung und Versöhnung” hat in der letzten Woche 300.000 € von der Stiftung EVZ aus deren Förderprogramm “Treffpunkt Dialog” erhalten. Die russische Stiftung zur Unterstützung betagter Opfer des Nationalsozialismus stand kurz vor der Auflösung, weil nicht mehr genug Mittel vorhanden seien, insbesondere aus Deutschland zu wenig geflossen wäre. Sie will sich nun aber weiter finanziell an Hilfsprojekten für die russichen NS-Opfer beteiligen. ( 1/2/10; Quelle: FAZ vom 28/1/10)



