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Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg erhält 3,84 Millionen aus Bundeshaushalt

Das Geld ist der Grundstock für die neue Baugruppe "Königsberger Straße", die die Zeit von 1945 bis 1980 mit Wohnhäusern, Läden, Gärten und einer Tankstelle zeigt. Damit kann das Museum in der Nähe von Hamburg künftig die Zeit von Wiederaufbau und Wirtschaftsaufschwung darstellen.

In dem Großprojekt baut das Freilichtmuseum am Kiekeberg in den kommenden Jahren eine Straßenzeile auf, die typisch für die Nachkriegszeit ist. Insgesamt werden für das Projekt ca. 6 Mio. € benötigt. Die “Königsberger Straße” ist ein Bauprojekt von bundesweiter Bedeutung: Erstmals wird die Kulturgeschichte der Nachkriegszeit bis in die 1970er-Jahre in der ländlichen Region erforscht und in einer Dauerausstellung gezeigt.

Aufgebaut werden regionaltypische Gebäude, die die Entwicklungen der Nachkriegszeit beispielhaft darstellen: Ein Aussiedlerbauernhof zeigt die Technisierung der Landwirtschaft, die Tankstelle aus den 1960ern die aufkommende Mobilität, eine Ladenzeile die neue Konsum- und Warenwelt und Siedlungshäuser den Wiederaufbau und Leistungswillen.


Lageplan der geplanten “Königsberger Straße” (Grafik: Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg)

Bis heute prägen die Nachkriegsbauten Dörfer und Städte und beeinflussen das Lebensgefühl. So wird die “Königsberger Straße” die besonders rasante Entwicklung im Landkreis Harburg darstellen – und steht damit beispielhaft für die gesamtdeutsche Entwicklung. Museumsdirektor Rolf Wiese: “Ein wesentlicher Teil beleuchtet auch die Integration von Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg. Damals nahm Westdeutschland über 10 Millionen Flüchtlinge, dazu noch mehrere Millionen Zwangsarbeiter auf. Hier bekommt die Ausstellung, wie alle Ausstellungen im Freilichtmuseum am Kiekeberg, starke aktuelle Bezüge.”

(19.11.2015 | Quelle: Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg)

Website des Freilichtmuseums am Kiekeberg

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