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Stiftung Menschen für Menschen zieht Bilanz ihrer Projektarbeit

In sechs Projektgebieten hat Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe ihre Arbeit erfolgreich abgeschlossen. Dort haben die Menschen ihre Lebensbedingungen in den vergangenen Jahren mit Hilfe von Menschen für Menschen so weit verbessern können, dass heute ein solides Fundament für die weitere Entwicklung vorhanden ist. Die Projekte wurden in die Hände der Bevölkerung und der verantwortlichen Behörden übergeben.

Mit einem kleinen Team wird sich die Hilfsorganisation aber auch in den nächsten Jahren einen Überblick über die Projekte bewahren und die Menschen in den ehemaligen Hilfsgebieten bei Bedarf mit Rat und Tat unterstützen. Bislang konnten durch die Projektarbeit der Stiftung die Lebensumstände von mehr als fünf Millionen Menschen in Äthiopien erheblich verbessert werden. In dem Land, das dreimal so groß ist wie Deutschland, leben rund 100 Millionen Menschen. Aktuell arbeitet Menschen für Menschen in neun Regionen sowie in zahlreichen Infrastruktur- und Einzelprojekten.

Im Jahr 2013 begann die Stiftung Menschen für Menschen in den Regionen Dano, Dale Wabera und Wogdi mit der Projektarbeit. Die Bevölkerung dieser entlegenen äthiopischen Regionen lebt in bitterster Armut. Überall sind Nahrungsmittel knapp. Die Felder werfen zu wenig ab, um den Familien eine ausreichende Ernährung zu sichern. Es fehlt an sauberem Trinkwasser, an Schulen, Gesundheitseinrichtungen und befestigten Straßen. Mehr als 380.000 Menschen sollen dort künftig von den integrierten Maßnahmen der Stiftung Menschen für Menschen profitieren.

Die 114.629 Einwohner von Dano, einer Region mit über 650 Quadratkilometer, leben überwiegend von Ackerbau und Viehzucht. Doch zum Überleben reicht dies kaum aus. Der Boden ist durch Abholzung und Überweidung stark erodiert und ausgelaugt. Die Familien benötigen Holz als Baumaterial und Energiequelle, praktizieren aber keine systematische Aufforstung. Für die Feldarbeiten verwenden die Bauern veraltetes Gerät und unzeitgemäße Techniken. Gerade einmal 15 Prozent der Bevölkerung hat Zugang zu sauberem Trinkwasser. Magen- und Darmerkrankungen sind die Folge. Die Behandlungsmöglichkeiten in den vorhandenen medizinischen Einrichtungen sind begrenzt. Der Großteil der Schulen ist aus Holz und Lehm gebaut und oft von Termiten befallen.

Gemeinsam mit der Bevölkerung arbeitet die Stiftung Menschen für Menschen an den vielfältigen Problemen: Bauern lernen auf Demonstrationsfeldern die Aussaat zu bewässern; Ziel der umfangreichen landwirtschaftlichen Maßnahmen ist es, die Produktivität der Felder zu erhöhen. In Baumschulen werden Setzlinge zur Wiederaufforstung produziert. Auch arbeitet die Stiftung an der Verbesserung der Bildungssituation. Der Mangel an sauberem Trinkwasser bereitet den Menschen jedoch am meisten Sorge. So ist in den kommenden drei Jahren der Bau von 100 dringend benötigten Wasserstellen geplant. Bis Ende 2017 soll zumindest jeder zweite Bewohner von Dano Zugang zu sauberem Wasser haben.

(11.8.2014 | Quelle: Stiftung Menschen für Menschen)

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