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Stiftung Mercator: Friedrich-Schiller-Universität Jena erhält 1,2 Mio. €
Die Friedrich-Schiller-Universität Jena gründet ein Haus für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Jena und wird dabei mit 1,2 Mio. € von der Stiftung Mercator gefördert. Die Einrichtung wird die Anlaufstelle für alle Doktoranden und Postdoktoranden der Universität sein, in der sie aus einer Hand umfassend informiert und beraten werden sowie Raum für eigene Projekte und Ideen erhalten. Der Förderung ihrer Nachwuchswissenschaftler misst die Friedrich-Schiller-Universität Jena schon seit längerer Zeit höchsten Stellenwert bei. Bereits 2006 hat sie die Graduierten-Akademie ins Leben gerufen, um verbindliche Qualitätsstandards für die Promotionsphase zu etablieren. Seit diesem Jahr wird die Doktorandenschaft der Universität von einem Doktorandenrat vertreten und damit ihrem substanziellen Beitrag zur Forschungsleistung der Universität Rechnung getragen.

Prof. Dr. Erika Kothe / Foto:FSU/Archiv
„Die Postdoktoranden-Phase ist die zweite wichtige Qualifizierungsphase nach der Promotion“, macht Prof. Dr. Erika Kothe deutlich. Nach dem Erlangen des Doktorgrades sollen sich die Nachwuchswissenschaftler weitere Fähigkeiten für eine Tätigkeit in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft erwerben, so die neue Prorektorin für wissenschaftlichen Nachwuchs und Gleichstellung der Jenaer Universität. „Dazu gehören beispielsweise die Fähigkeit zu selbstbestimmter Forschung und Kompetenzen in der Lehre, aber auch Erfahrungen in der universitären Selbstverwaltung oder der Einwerbung von Fördermitteln.“ Doch ob und wie die Postdoktoranden diese Fähigkeiten tatsächlich erwerben, darüber könne man bisher nur wenig sagen, bedauert Prof. Kothe. Das gelte allerdings nicht nur für die Jenaer, sondern für die meisten deutschen Universitäten. „Die Postdoktoranden befinden sich bislang in einer Art ,blindem Fleck’“, so Kothe. Doch das werde sich an der Friedrich-Schiller-Universität mit dem Haus für den wissenschaftlichen Nachwuchs nun ändern. Die Stiftung Mercator möchte mit diesem Projekt dazu beitragen, diesen „blinden Fleck“ aufzulösen. „Nicht zuletzt die Diskussion um die verschiedenen Plagiatsfälle in Deutschland macht deutlich, wie wichtig Qualitätsstandards in der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses sind“, ergänzt Prof. Dr. Bernhard Lorentz, Geschäftsführer der Stiftung Mercator. ((05/10/11; Quelle: Stiftung Mercator)



