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Stiftung Mercator mit vier neuen Fellows

Freiraum für exploratives Denken: Mit dem Fellowship-Programm sollen herausragende Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Praxis gefördert werden. Die Stiftung Mercator hat nun die ersten vier Fellows des Jahrgangs 2015 benannt.

Die Fellows sind Laszlo Andor, Irit Bar-Kochva, Matthias Spielkamp und Michael Wrase. Von ihrer Förderung erwartet die Stiftung Mercator wichtige Impulse bei der Klärung drängender gesellschaftlicher Fragen.

Mercator Senior Fellow Laszlo Andor hat bereits am 1. Februar 2015 seinen Forschungsaufenthalt an der Hertie School of Governance begonnen. Der versierte Ökonom und ehemalige EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration (2009-2014) wird vor dem Hintergrund der derzeitigen wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen Europas der Frage nachgehen, wie sich die zunehmende Polarisierung und Gefährdung des sozialen Zusammenhalts innerhalb der EU überwinden lassen. Unter dem Titel “Cohesion and Convergence in Europe” setzt er sich dabei insbesondere mit der zukünftigen Entwicklung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EMU) auseinander.

Die Bildungswissenschaftlerin Irit Bar-Kochva wird sich am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) mit der “Verbesserung der Lesekompetenz bei Schülerinnen und Schülern im Rahmen ganzheitlicher Sprachbildung” beschäftigen. Michael Wrase forscht als Jurist am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) zum “Recht auf Bildung als Herausforderung für das deutsche Sozial- und Bildungssystem”. Matthias Spielkamp, Journalist und Vorstandsmitglied von Reporter ohne Grenzen, wird sich als Mercator Fellow vor allem auf die Frage konzentrieren, wie “die vernetzte Informationsökonomie Gesellschaft und Politik verändert”.

Mit ihren Fellowship-Vorhaben arbeiten die Mercator Fellows zu zentralen Themenbereichen der Stiftung Mercator. “Das Fellowship-Programm spielt eine wichtige Rolle für die Arbeit der Stiftung. Als gemeinnützige Institution mit klar definierten gesellschaftspolitischen Zielen reflektiert es unsere Philosophie, als lernende Organisation offen für Veränderungen, neue Themen und Ideen zu sein”, erläutert Michael Schwarz, Geschäftsführer der Stiftung Mercator, die Ziele des Programms.

Das Mercator Fellowship-Programm wurde im Jahr 2013 ins Leben gerufen, um die seit 2008 bestehende Zusammenarbeit mit Fellows stärker auszubauen. Herausragenden Persönlichkeiten soll der nötige Freiraum geboten werden, um explorativ forschen und arbeiten zu können. Durch ein umfangreiches Programm und die Möglichkeit für Arbeitsaufenthalte an international renommierten Institutionen möchte die Stiftung Mercator dazu beitragen, neue Impulse zur Lösung zentraler gesellschaftlicher Herausforderungen zu entwickeln.

(4.2.2015 | Quelle: Stiftung Mercator)

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