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Stiftung Mercator wächst weiter
Die Stiftung Mercator hat im vergangenen Jahr 40 Projekte mit einem Volumen von insgesamt 21,2 Mio. € bewilligt. Damit hat sich das Fördervolumen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt (2007: 9,8 Mio. €). Im laufenden Jahr wird sich die Förderung um weitere 50 % auf ca. 32 Mio. € erhöhen. Damit steht der Stiftung ein Gesamtbudget von 37 Mio. € zur Verfügung. Insgesamt hat die Stiftung seit Beginn ihrer Tätigkeit rund 82 Mio. € für mehr als 400 Projekte bereitgestellt.
“Die Stiftung Mercator konnte im vergangenen Jahr ihr langfristig geplantes Wachstum fortsetzen. Das Jahr 2008 war dabei für die Stiftung Mercator ein Jahr der dynamischen Entwicklung und der strategischen Neuausrichtung. In den kommenden fünf Jahren wollen wir mit unserer neuen Strategie ‘Mercator 2013’ planvoll auf eine hohe zweistellige Millionensumme wachsen”, sagt Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator.
Ministerpräsident Jürgen Rüttgers sagt: “Die Stiftung Mercator ist ein herausragendes Beispiel für die Bandbreite der Stiftungsarbeit. Ihr Engagement für kulturelle Bildung, Forschung und Wissenschaft in Nordrhein-Westfalen ist herausragend. Besonders bemerkenswert ist, dass die Stiftung Mercator ihr Fördervolumen noch ausweitet – trotz oder gerade wegen der Krise.”
“Unsere drei Kompetenzzentren Wissenschaft, Bildung und Internationale Verständigung haben ihre Arbeit stärker fokussiert, mit den drei Themenclustern Integration, Klimawandel und Kulturelle Bildung wurden drei übergreifende profilbildende Schwerpunkte für die nächsten Jahre definiert, die unsere inhaltliche Arbeit prägen werden”, sagt Lorentz weiter.
Mit dem gestiegenen Fördervolumen gingen auch organisatorische und personelle Veränderungen einher. Die Zahl der Mitarbeiter hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf aktuell 32 Mitarbeiter verdoppelt (Mai 2008: 16). Im November 2008 hat die Stiftung ihre neuen Räume bezogen, die mitten in der Metropole Ruhr Möglichkeiten für Veranstaltungen bieten. Hier entsteht ein Forum für den Austausch von Ideen.
Die Stiftung Mercator wird ihre Ziele künftig strategisch durch eine Kombination aus gesellschaftspolitischer Themenanwaltschaft und praktischer Arbeit verfolgen. So hat sie im vergangenen Jahr gemeinsam mit sieben anderen Stiftungen den Sachverständigenrat für Integration und Migration gegründet. Die Stiftungen haben mit dem Sachverständigenrat ein unabhängiges und wissenschaftliches Expertengremium ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Politik in Bund, Ländern und Gemeinden sowie die Zivilgesellschaft mit wissenschaftlich fundierten und handlungsorientierten Empfehlungen zu begleiten.
Auch der neue Forschungsschwerpunkt “KlimaKultur” am Kultur-wissenschaftlichen Institut (KWI) Essen konnte 2008 mit Unterstützung der Stiftung Mercator eingerichtet werden. Insgesamt stellt die Stiftung rund eine Million Euro dafür zur Verfügung. Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) und die Stiftung Mercator in Kooperation mit dem Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie veranstalten vom 8. bis 10. Juni 2009 in Essen eine internationale Konferenz zum Thema “THE GREAT TRANSFORMATION – Climate Change as Cultural Change”. Die Veranstaltung, bei der führende Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft sprechen werden, gilt als wichtige Etappe im Vorfeld der Kopenhagener Klimaverhandlungen.
Als strategischer Partner der RUHR.2010 GmbH unterstützt die Stiftung Mercator mit 1,7 Mio. € Projekte im Programm der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010. Damit ist die Stiftung größter privater nicht kommerzieller Förderer von RUHR.2010. Mit dem Theaterprojekt pottfiction und einem internationalen Symposium engagiert sich die Stiftung für Kulturelle Bildung und zugleich für die Zukunft des Ruhrgebiets. Dieser Region ist die Stiftung Mercator besonders verbunden. Mit 13,2 Mio. € sind mehr als 60 % des Fördervolumens in 2008 für Projekte in Nordrhein-Westfalen bewilligt worden. Ein Großteil dieser Mittel kommt der Metropole Ruhr zugute, um sie auf dem Weg zur Zukunfts- und Wissenschaftsregion zu begleiten. (03/05/09)



