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Stiftung Preußischer Kulturbesitz restituiert Alabasterrelief

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) hat kürzlich ein spätmittelalterliches Alabasterrelief an die Erbin des ehemaligen Eigentümers Harry Fuld Junior zurückgegeben, an die Magen David Adom UK (MDAUK), die englische Förderorganisation der israelischen Hilfsgesellschaft Roter Davidstern. Das Werk, das Fuld verfolgungsbedingt entzogen worden war, bleibt den Staatlichen Museen zu Berlin jedoch dank der Gesprächsbereitschaft der Erbin und des finanziellen Engagements der Ernst von Siemens Kunststiftung erhalten. Die Skulpturensammlung wird das Relief als Dauerleihgabe der Ernst von Siemens Kunststiftung auch künftig im Bode-Museum ausstellen.

Mittelrhein, um 1430-1440: Kreuztragung Christi, Alabaster. Aus der Sammlung Harry Fuld, Frankfurt / Main. Erworben 1943 von der Skulpturensammlung, restituiert 2009. Leihgabe der Ernst von Siemens Kunststiftung. © Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung / Foto: Antje Voigt

Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, sagtedazu: „Eine faire und gerechte Lösung gemeinsam mit den Erben zu finden, war in diesem, wie in allen Restitutionsfällen, das vorrangige Ziel der SPK. Ich freue mich auch sehr, dass wir das Alabasterrelief weiterhin in Berlin den Museumsbesuchern präsentieren können.“

Harry Fuld jun. erbte von seinem Vater Harry Fuld sen. 1932 nicht nur Anteile an dem Familienunternehmen H. Fuld & Co., das Telefone herstellte und vertrieb, sondern auch eine Kunstsammlung. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten verlor er durch die Arisierung des Unternehmens seine Anteile und wanderte 1936 nach England aus. Seine
Kunstsammlung lagerte er bei der Berliner Spedition Gustav Knauer ein. Auf Veranlassung der Oberfinanzdirektion wurde die Sammlung beschlagnahmt und 1943 über das Auktionshaus Lange in Berlin versteigert. Auf dieser Auktion erwarben die Staatlichen Museen zu Berlin das Relief. Ein kleiner Teil des Versteigerungserlöses gelangte in das Vermögen von Fuld, der weitaus größere Teil floss jedoch in die Staatskasse. Die Provenienz des Werkes und seine Erwerbungsgeschichte ist erst vor wenigen Wochen in Kooperation mit den anwaltlichen Vertretern der Erben und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz geklärt worden. (02/12/09)

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