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Stiftung sucht nach Riesenkalmar vor den Azoren

Aus einem speziell dafür entwickelten Tauchboot wollen Forscher der Rebikoff-Niggeler-Stiftung einen ausgewachsenen Riesenkalmar in seiner natürlichen Umgebung filmen.

Die Unterwasserpioniere Kirsten und Joachim Jakobsen, die hinter der Stiftung stehen, haben jetzt mit der Suche nach dem Riesenkalmar begonnen. Das 7,5 m lange Tauchboot “Lula1000” wird einen Kilometer unter die Meeresoberfläche tauchen. In dieser Tiefe herrschen ein Druck von 1.000 Tonnen pro Quadratmeter und große Dunkelheit. Eine zentrale Rolle bei der Erforschung der Tiefsee spielt bei diesen bemannten Erkundungsfahrten die Plexiglas-Sichtkuppel. Die Scheibe mit einem Durchmesser von 1,40 Meter wurde in einem speziellen Verfahren von Evonik gefertigt und in Form gebracht.

Der Kontakt zwischen der Stiftung und Evonik Industries entstand über die Fertigung der Plexiglas-Kuppel, dem “Herzstück des Tauchbootes”, wie Joachim Jakobsen es ausdrückt. Der Industriekonzern unterstützt das Forschungsprojekt über drei Jahre. “Da ein lebender Architeuthis in seiner natürlichen Umgebung gefilmt werden soll, waren neben der hohen Sicherheit auch die sehr guten optischen Eigenschaften von Plexiglas ein entscheidendes Element. Wenn wir tauchen, ist die Kuppel quasi nicht existent”, beschreibt der Wissenschaftler den Eindruck bei Filmarbeiten unter Wasser.

Der Riesenkalmar, über den bislang noch sehr wenig bekannt ist, ist ein von Mythen umranktes Wesen. Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhundert wurde die Existenz sogar als Seemannsgarn abgetan. Erst Funde verendeter Tiere bewiesen das Gegenteil. Die Tiere, die direkt an ihrem Kopf acht Arme und zwei Tentakel haben, können eine Größe von insgesamt mehr als zehn Metern erreichen. Ihre natürlichen Feinde sind Pottwale, die bis zu 3.000 Meter tief tauchen können und sich zum großen Teil von Kalmaren ernähren. Die Wale sind es auch, die die Wissenschaftler auf die Spur des Architeuthis vor den Azoren brachten. Die weiblichen Wale tauchen in der Zeit, in der sie Jungwale aufziehen, in Tiefen zwischen 500 und 1.000 Meter, um ihre Nahrung zu fangen. Die Azoren sind eines der weltweit bekanntesten Walreviere überhaupt. Die Giganten des Meeres sind zum Teil schon vom Strand aus zu beobachten.

(21.8.2013 | Quelle: Evonik Industries AG)

Website der Rebikoff-Niggeler Stiftung

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