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Stiftung und Bank fördern Existenzgründung von Migranten

Die Frankfurter Peter-Fuld-Stiftung und die Frankfurter Filiale der Privatbank HSBC Trinkaus & Burkhardt wollen Migranten aus dem Rhein-Main-Gebiet den Weg in die Selbstständigkeit ebnen helfen. Sie stellten für das "bundesweit einzigartige Projekt 'Migranten werden Unternehmer'" 10.000 € zur Verfügung, sagte der Vorstandsvorsitzende der Fuld-Stiftung, Horst Hupke.

Schirmherr des Projekts, das im Herbst dieses Jahres starten und zunächst bis Mitte 2011 laufen soll, ist der hessische Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP).

Durch Migranten-Existenzgründungen entstünden neue Arbeits- und Ausbildungsplätze, sagte Hupke. Die Fuld-Stiftung fördere seit 40 Jahren erfolgreich junge Menschen, in der Regel Migranten, in ihrer beruflichen Ausbildung und im Studium. “Insoweit lag es auf der Hand, die Förderpolitik der Stiftung um Existenzgründungsschulungen zu erweitern.”

Das Projekt sei im Technologie- und Gründerzentrum Hanau angesiedelt, erläuterte Jürgen Pöttker, Vorstandsvorsitzender des Vereins “Die Wirtschaftspaten”, der finanziell schwachen oder mittellosen Existenzgründern seit 2002 hilft, ein Unternehmen aufzubauen. In zweitägigen Schulungen vermittelten die Experten des Vereins, ehemalige Führungskräfte aus Industrie, Handel, Handwerk und Dienstleistungen, den Unternehmensgründern unentgeltlich die notwendigen Kenntnisse und stünden im Anschluss noch ein Jahr als Berater zur Verfügung.

Die Unternehmensgründer mit Migrationshintergrund bräuchten vor allem eine “tragfähige Geschäftsidee”, betonte Pöttker. Außerdem müssten die Kandidaten zusammen mit ihrem Coach einen sogenannten Businessplan erstellen, in dem die Chancen und Risiken gegeneinander abgewogen werden. “Die Beratung kann auch dazu führen, dass von einer Unternehmensgründung abgeraten wird”, so Pöttker. Viele Migranten-Selbstständige seien in der Vergangenheit bereits sehr häufig nach drei Jahren gescheitert, weil sie sich nicht an ihren Businessplan gehalten oder keine Rücklagen für Steuerzahlungen gebildet hätten.

Die Initiative zu dem Projekt ging nach den Angaben von Bernd Crusius, Frankfurter Niederlassungsleiter der Trinkaus & Burkhardt AG, von der Privatbank aus. Anlass sei das 225-jährige Bestehen in diesem Jahr. Nach den Worten von Walter Kindermann, Abteilungsleiter im hessischen Integrationsministerium, hat jeder vierte Einwohner Hessens einen Migrationshintergrund. Insofern unterstütze das Land hier kein “Randphänomen, sondern ein Projekt aus der Mitte der Gesellschaft”. (17/05/10; Quelle: Peter-Fuld-Stiftung)

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